Wie man 2026 gratuliert(e)

Es ist allerhöchste Eisenbahn, dieser Artikel zur jährlichen Geburtstagsstatistik sollte raus, solange es noch April ist. Der Geburtstag ist auch schon gut drei Wochen her. Immerhin gab es zwischen der letzten Geburtstagsstatistik und diesem Blogpost sechs (sechs!) weitere Blogposts. Zuletzt gab es das zwischen den Geburtstagen 2017 und 2018. Ich will also nichts hören.

Wir starten rein (sagt man doch heute so, oder?), hier die Zahlen:

Die Daten sortiert nach Kategorien im Zeitverlauf:

Die Kategorien sind von links nach rechts sortiert nach der Anzahl der meisten Gratulant:innen, summiert über alle Jahre. Im letzten Jahr hatte ich aus Gründen der Übersichtlichkeit und aufgrund der neuen Möglichkeiten animierte Daten gebaut, da bleibe ich erst mal dabei, denn sie gefallen mir noch:

Wie immer wollen die Daten auch interpretiert werden. Und wie immer ist das mehr Blabla als wirkliche Dateninterpretation. Denn die Daten werden oft von singulären Ereignissen dominiert. Im letzten Jahr war das der berufliche Korea-Aufenthalt am Geburtstag, in diesem Jahr war es die Besonderheit, dass mein Geburtstag tatsächlich auf den Ostersonntag gefallen ist. Man könnte meinen, mit einem Geburtstag Anfang April hätte man immer mal wieder dieses Vergnügen, aber weit gefehlt: In meiner Lebenszeit kam das erstmals 2015 vor, 2026 war jetzt das zweite Mal. Interessant auch, dass es 2037 und 2048 wieder passieren wird, also in einem äquidistanten Abstand von elf Jahren. Wenn man sich die Treffer mal ansieht, findet man immer wieder Blöcke im Abstand von 11 Jahren:

  • 1863, 1874, 1885, 1896
  • Die nächste: 1931, 1942, 1953
  • Und jetzt eben die Serie 2015, 2026, 2037, 2048
  • Dann dauert es: 2105 als einzelner Termin (da bin ich dann definitiv raus)
  • Dann wieder eine Serie: 2167, 2178, 2189
  • Pause bis: 2235, 2246, 2257, 2268

Falls du in das Rabbit Hole (Rabbit, Ostern, zwinkerzwinker) hinabsteigen willst: Zur Berechnung des Datums des Ostersonntags gibt es die sog. “Gaußsche Osterformel“:

Um die Blockbildung und den 11er-Abstand zu verstehen muss man sich den Mondzyklus ansehen (wiederholt sich fast exakt alle 19 Jahre); dann kommt dazu, dass sich der Wochentag jedes Jahr um 1 verschiebt, dann noch Schaltjahre (ein Fall für sich) etc. Wir wollen hier nicht tiefer gehen…

Zu weiteren Beobachtungen und Besonderheiten in diesem Jahr:

  • Es war (wie gesagt) Ostersonntag, also nicht arbeiten, dafür in einem Gottesdienst, und nachmittags wurde mit einem Teil meiner Familie und abends noch mit ein paar Freunden gefeiert. Daher dominieren persönliche Gratulationen die Daten in diesem Jahr.
  • Das Fax bleibt sich treu. Diesmal war es sogar gespickt mit einer Kabarett-Karte. Das kann so weiter gehen.
  • Nochmal Fax: Letztes Jahr hätte jemand gern gefaxt, aufgrund technischer Probleme bei seinem Netzanbieter musste das aber ausfallen. Ich gehe davon aus, dass die Schwierigkeiten überwunden sind, gefaxt wurde leider trotzdem nicht.
  • Auch ausgefallen sind die Glückwünsche eines bis dato treuen Email-Schreibers. Dieser Weg stirbt auch so langsam aus.
  • Ebenso Facebook, das geht auch kontinuierlich zurück. Bei Twitter / X kann nichts mehr zurückgehen, ich kenne kaum jemanden, der dort noch aktiv ist. Beides ist ok so.
  • Mastodon: Mit diesem Netzwerk habe ich aktuell wieder Freude. Auch wenn es etwas holzig und träge ist, aber es ist für mich der einzige Twitter-Ersatz, der noch irgendwie funktioniert und bei dem ich konzeptionell mit kann. Ich gebe zu, ich war dort etwas pushy und habe somit möglicherweise etwas geschummelt, aber immerhin hat sich das mit ein paar Gratulationen in der Statistik niedergeschlagen: Es wurde 10x geantwortet, 5x geteilt, 1x zitiert, 6x favorisiert. Dazu gab es sogar einen digitalen Blumenstrauß:
  • Ebenfalls aus der nerdigen Richtung bzw. aus einem nerdigen Herzen kam eine Gratulation per Git-Issue. Grob erklärt: Git ist ein Tool zur Versionierung von Code / Software. Ein Issue ist eine Art Ticket, über das man die Entwickler:innen auf einen Missstand hinweisen kann. In diesem Fall war es gar kein Missstand.
  • Im letzten Jahr wurde ich ja mit einer großartigen BeReal-Aktion überrascht. Abgesehen davon scheint BeReal kein echter Kanal für Gratulationen im größeren Stil.
  • Post gab es in diesem Jahr ganze dreimal: Eine klassische Postkarte, ein Kinderbild und – tataaa – eine echte Flaschenpost!
  • Eine positive Negativ-Beobachtung: Das zweite Jahr in Folge gab es – anders als 2022, 2023 und 2024keine Ameisen. Damit kann ich leben.

Das waren sie, die diesjährigen Highlights. Vielen Dank an alle Gratulant:innen und bis zum nächsten Jahr!

0 Reaktionen auf “Wie man 2026 gratuliert(e)

  1. Daniel Weber

    Schon mal von der "Gaußsche Osterformel" gehört? Nein? In meiner jährlichen Geburtstagsstatistik spielt sie diesmal eine wichtige Rolle:

    #geburtstag #statistik #ostern #gauß

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