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Rolling Shutter in Zeitlupe

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Du kennst den Rolling-Shutter-Effekt und weißt auch, dass dieser sowohl beim Auslesen von Bildsensoren in Digitalkameras jeder Art auftritt, aber dass der Name eigentlich vom analogen Shutter in einer Spiegelreflexkamera kommt. Die Slo Mo Guys haben das jetzt mit 10.000 Frames pro Sekunde bei unterschiedlichen Belichtungszeiten gefilmt. Sehenswert!

Wie gesagt, auch Kameras ohne Shutter zeigen diesen Effekt, wird im Video ja auch angesprochen. Das kommt daher, dass der Bildsensor nicht gleichzeitig, sondern zeilenweise ausgelesen werden muss. Somit entsteht auch da das Bild nicht zu einem festen Zeitpunkt. Hab das vor ein paar Jahren mal mit dem Handy bei einer langweiligen Busfahrt auf der Autobahn ausprobiert:

Gegenwind. #rollingshutter

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Zwischenwind. #rollingshutter

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Rückenwind. #rollingshutter

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Bewegungsabläufe, schön visualisiert

Es wird mal wieder Zeit für schöne Bilder. Über einen alten Beitrag bei The Verge bin ich auf den Rebull Illume-Fotowettbewerb von 2013 gestoßen, wobei mich vor allem die Kategorie „Sequence“ fasziniert hat. Hier eine kleine Auswahl von Sequence-Bildern, die fast echter wirken als ein einfacher Schnappschuss. Obwohl sie definitiv aufwendig komponiert und zusammengebastelt wurden kommen sie einem nicht unnatürlich vor. Vermutlich macht das Gehirn beim Betrachten von Bewegungsabläufen etwas ähnliches und vergisst die vergangenen Frames gar nicht so schnell.

via redbullilume.com

In eine ähnliche Richtung gehen die folgenden Lightpainting-Fotos, die ebenfalls Bewegungsabläufe visualisieren. In diesem Fall werden Sportler an interessanten Stellen mit LEDs bestückt und ihr Licht mittels Langzeitbelichtungen aufgenommen. Die Technik ist nicht neu, aber die Bilder sind einfach unglaublich faszinierend. Schön auch, dass die LEDs über die Zeit ihre Farbe verschieben und damit die Zeit kodieren:

via motionexposure.com

Android-Tablet als digitaler Bilderrahmen

Eltern und Großeltern freuen sich ja immer über Bilder ihrer Kinder und Enkel (gut, etwas pauschalisiert). Aus diesem Grund haben wir unseren Eltern vor einigen Jahren einen digitalen Bilderrahmen geschenkt, der mit WLAN im heimischen Netz hängt und über einen Dienst per Mail mit neuen Bildern gefüttert werden kann. Super Sache. Es war zwar nur ein kleiner Rahmen (ein Kodak W730 Pulse mit 7 Zoll), aber ordentlich zu bedienen und eben mit gewünschter und zuverlässiger Email-Funktionalität, die auch (mal mehr, mal weniger) rege genutzt wurde.
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Eisfinger

via bbc.co.uk

Unglaublich schön, dieser Tod. Über Chemie und Physik hinter dem Phänomen können wir ein andermal sprechen, jetzt einfach mal nur die Bilder wirken lassen und die Natur und die Kunst bewundern.

Hintergründe zu dem Film findet man bei der BBC. Ach ja, und der Name David Attenborough war mir bis dahin nicht geläufig. Aber als ich gestern das Video meinem indischen Kollegen gezeigt habe, hat er nach 2 Sekunden „David Attenborough!“ gerufen. Bildungslücke, würde ich sagen.

Rolling shutter

Bevor wir zur eigentlichen Attraktion dieses Posts kommen, hier zur Einstimmung ein paar Bilder:

via flickr.com

Wenn du solche Bilder noch nie gesehen hast und/oder ihr Zustandekommen nicht verstehtst, solltest du dir zunächst diesen Wikipedia-Artikel zum Rolling-Shutter-Effekt zu Gemüte führen, um dann ganz entspannd das folgende Video zu genießen, bei dem jemand einfach mal seine Smartphone bei laufender Kamera in seine Gitarre gelegt und ein bisschen gespielt hat. Viel Spaß:

via spreeblick.com

Echte Geister

Croixgagnon_frankschott_1231_house_905
Croixgagnon_frankschott_1231_tree_905
Croixgagnon_frankschott_1231_lamp_905
Croixgagnon_frankschott_1231_ocean_905
Croixgagnon_frankschott_1231_street_905
Croixgagnon_frankschott_1231_trees_905
Croixgagnon_frankschott_1231_tunnel_905

via project1231.com

Am 5. August 1993 um 12:31 Uhr wurde Jospeh Paul Jernigan wegen Mordes hingerichtet. Er erklärte sich bereit, seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen, und so wurde sein Leichnam für das Visible Human Project aufbereitet. D.h. er wurde gefroren und in dünne axiale Schnitte zerlegt, die dann fotografiert und digitalisiert wurden. (BTW: Mit MRT könnte man das auch ohne Leiche und gefrieren und so, wurde bei dem Visible Human Projekt auch gemacht.) Von Kopf bis Fuß als Film zusammengesetzt sieht das dann so aus:

via project1231.com

Spielt man diesen Film jetzt im Vollbildmodus (langsam) auf einem Bildschirm ab und schwingt diesen dann (zeitlich und räumlich) gekonnt in guter alter Lichtmalerei-Manier durch die Luft, und ist man dabei auch noch so gut wie Croix Gagnon und Frank Schott das sind, dann kann man Geisterbilder wie die oben gezeigten erzeugen.

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Wo ist die Zeit geblieben?

Fxcam_1300634692731

Ich mag FxCamera eigentlich ganz gern, ein kleines und feines Fotoprogramm für Android-Geräte. Nur leider bin ich manchmal zwanghaft. Ich will meine Fotos ordentlich sortieren, und dazu muss ich wissen, wann sie gemacht wurden. Deshalb finde ich es unterträglich, dass ein Programm wie FxCamera erstens seine schönen Fotos mit so hässlichen Namen versieht wie z.B. FxCam_1300634692731.jpg und zweitens in den Exif-Daten das Aufnahmedatum nicht mitspeichert. WTF? D.h. nämlich, dass man nicht mehr nachvollziehen kann, wann ein Foto gemacht wurde. Unerträglich.

Oder doch? Jemand eine Idee?

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Bombige Bilder

via nytimes.com

(Hinweis: Um zu blättern kann man entweder auf den rechten Bildrand klicken oder mit der Maus von rechts nach links ziehen…)

Mal davon abgesehen, dass es in dem Band „How To Photograph an Atomic Bomb“ von Peter Kuran um Bilder von Atombombenexplosionen geht, haben diese Bilder ohne Zweifel eine gewisse Ästhetik.

Etwas sprachlos macht mich die Unachtsamkeit, mit der Beobachter damals diese Schauspiele verfolgten. Und ich bin mir sicher, dass unsere Kinder über unsere Generation auch die Köpfe schütteln werden. Es gibt ja genug idiotische Dinge, von denen wir wissen, dass die idiotisch sind, die wir aber trotzdem tun. Aber was werden wohl die Dinge sein, die wir bedenkenlos tun, weil wir sie für harmlos halten, die es aber nicht sind? Wir werden sehen…

Mustererkennung: Was ist ein Gesicht?

Dass Mustererkennung nicht etwas ist, was man mal eben so aus dem Ärmel schüttelt ist klar. Umso faszinierter bin ich von der Gesichtserkennung von bspw. Picasa. Ich verwende das nicht intensiv, aber wenn, dann bin ich meistens fasziniert, was diese Algorithmen zu leisten im Stande sind. Leider muss der Lehrer sich eingestehen, dass der Schüler mittlerweile besser ist als er selbst. Denn was der Schüler Picasa dem Lehrer Mensch hier als Gesicht verkauft dürfte diesem erst auf den zweiten Blick zugänglich sein:

Gesicht