Schlagwort-Archive: Kreativität

Noten für Tante Schinni

„Tante Schinni“ ist gestorben. Sie war weder meine Tante, noch hieß sie Schinni, aber das tut eigentlich nichts zur Sache. Jedenfalls meldete sich zu diesem Anlass die sangesfreudige Verwandtschaft mit der Frage, ob es möglich sei, den Choral „Hier hast du meine beiden Hände“ etwas tiefer zu setzen, das C-Dur sei doch etwas hoch für den Onkelchor:

Wenn solche Fragen kommen ist es wichtig, keine Zweifel über die eigene Kompetenz aufkommen zu lassen. Auch dann nicht, wenn man in diesem Moment noch keine Ahnung hat, wie man das Problem genau lösen will. Über das Ob braucht man allerdings Gewissheit. Zur Not setze ich das mit der Hand tiefer, mit Notenpapier und Bleistift, das sei kein Problem. Das letzte Mal, als ich so etwas gemacht habe, hatte ich noch gekauftes Notenpapier, aber Notenpapier sollte man ja mittlerweile auch einfach zum Ausdrucken in diesem Internet finden.

Vielleicht könnte man in diesem Internet aber auch Programme zum Setzen von Noten finden, dachte ich mir, und ich konnte es nicht lassen. Nur ganz kurz mal googlen, ganz kurz. Ich erinnerte mich, vor 20-25 Jahren mal ein Programm gehabt zu haben, mit dem das Setzen von Noten mehr schlecht als recht ging. Erster sinnvoller Suchtreffer: MuseScore. Einfach mal heruntergeladen, installiert, MIDI-Keyboardchen dran (auf Verdacht, wäre ja nice) und gestartet.

Weiterlesen

Wie man 2022 gratuliert(e)

Hallo Geburtstagsstatisitk, fast hätte ich dich vergessen. Die Datenerhebung am Geburtstag lief noch routiniert, danach war dann dies und das. Und dies. Und das. Zwischen Datenerhebung und heute liegen genau 3 Monate. Trauriger Rekord. Wird also allerhöchste Zeit, ein paar Gedanken festzuhalten, bevor die Erinnerung komplett verblasst.

Die Torte der Anteile, Mahlzeit:

Schwergewichte bleiben weiterhin WhatsApp und Facebook. Ist so, kann man finden wie man will. Zum Zeitverlauf (in dem Daten vom letzten Jahr noch korrigiert wurden):

Einzige nennenswerte Beobachtung aus dem Zeitverlauf ist die singuläre Markierung des ersten Corona-Jahres durch Zoom. Irgendwie schön, dass sich das nicht fortgesetzt hat, auch wenn mit der Pandemie längst nicht alles gut ist, so war der diesjährige Geburtstag diesbezüglich  doch erfrischend normal.

Was sonst noch erwähnenswert war am 2022er Geburtstag:

  • Ameisen: Eingeladen waren sie nicht, gekommen sind sie in Scharen. Am Tag vorher waren schon ein paar da, vermutlich um die Lage zu sondieren. Morgens standen sie dann pünktlich auf der Matte bzw. in der Küche. Hätten ja wenigstens ein Ständchen singen oder sich irgendwie nützlich machen können, sind doch angeblich so fleißig, diese Tierchen. Waren aber doch nur zum Feiern da.
  • Ständchen: Ein Ständchen gab es trotzdem, wenn auch nicht von dem Ameisen, so doch von einer Gästin. Und zwar mit einer Otamatone. Ich verlinke das mal für den Fall, dass du nicht weißt, was das ist. Das Ständchen kannst du dir ungefähr so vorstellen:

  • Noch ein Ständchen: Neben dem Otamatone-Live-Ständchen gab es auch noch ein selbst eingespieltes Gitarren-„Happy Birthday“ per WhatsApp:
  • Zeichnung: Außerdem eine „Happy Birthday“-Zeichnung per Signal. Nice.
  • Törtchen: Jemand hat mir ein kleines Törtchen mit einer Kerze und einem Zettel auf den Schreibtisch gelegt. Volltreffer!
  • Fax: Seit Jahren gibt es ein Fax. Diesmal war es ein Fax-Twitter-Zwitter. Inhalt:
  • QR-Film: In der Post war ein Brief. Ein Brief! In dem Brief unter anderem ein QR-Code, hinter dem sich ein Video versteckt hatte. Ein Video mit Bildern eine langen gemeinsamen Geschichte. Wow. Da hat sich jemand so richtig reingehängt. Das Video ist mir zu privat, um das hier zu zeigen. Hatte ich schon „wow“ geschrieben?

Danke an alle, die zu dieser Liste und damit zu meiner Geburtstagfreude beigetragen haben! So viel Liebe, da will ich auch wegen der ausgebliebenen Überweisung (siehe letztes Jahr) nicht weiter lamentieren…

Apropos Liebe: Davon hat diese Blog hier in der Vergangenheit definitiv mehr abbekommen als aktuell. Aber tot ist es nicht. Auch wenn jetzt zum ersten Mal zwei Geburtstagsstatistiken aufeinander folgten. Meine Ambitionen, daraus nicht drei in Folge werden zu lassen halten sich aktuell in Grenzen. Aber wer weiß das schon. Stay tuned!

Wie man 2021 gratuliert

Viel gibt es nicht zu sagen zu meinem 2. Corona-Geburtstag. Hätte ja ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, nochmal einen Pandemie-Geburtstag zu „feiern“.  Trotz allem darf die jährliche Geburtstagsstatistik aber nicht fehlen.

Direkt zu den diesjährigen Daten, hier die Verteilung:

Facebook und WhatsApp (und damit Facebook) dominieren weiter, bauen den Vorsprung sogar aus. In absoluten Zahlen stimmt das aber nicht, es sind in diesem Jahr wohl eher andere Kanäle weggebrochen, die Facebook/WhatsApp-Schiene läuft einfach pandemieunabhängig noch ganz gut durch.

Zum Zeitverlauf:

Die weiteren Beobachtungen in diesem Jahr:

  • Corona, was sonst. Generell glaube ich eine gewisse Gratulationsmüdigkeit auszumachen. Geht mir selbst ja auch so. Aber: Ein paar mehr persönliche Gratulationen an der Haustür im Vergleich zum letzten Jahr, da ging so etwas ja gar nicht.
  • Messanger: Auch nach der Anmeldewelle bei Signal etc. in den letzten Monaten hielten sich die Gratulationen über diese Kanäle in Grenzen. WhatsApp dominiert (in meinem Umfeld jedenfalls) weiter.
  •  Das kleine Email-Revival des letzten Jahres hat sich stabilisiert. Ich mag Email ja immer noch sehr gerne.
  • Der große Zoom-Peak aus dem letzten Jahr ist komplett wieder verschwunden. Wer hat auf sowas gerade auch noch Lust?

Auch in diesem Jahr gab es wieder eine spezielle Gratulationsart. Ich hatte ja schon Gratulieren per Senfbeutel, Gratulieren per Steppenläuferstrauch oder Keybase.io, per Flöte oder DNS-Eintrag, oder im letzten Jahr per echtem Telegramm oder als Beitrag zu meinem Happybirthday-Chor. In diesem Jahr hat sich ein alter Bekannter dieser Aufzählung hier wieder etwas Neues einfallen lassen: Gratulation per Überweisung! Es spricht aus meiner Sicht nichts dagegen, daraus eine Tradition zu machen 😉

Danke jedenfalls für alle guten Wünsche! Und ich hoffe für uns alle, dass im nächsten Jahr „persönlich“ einen Peak haben wird.

Nachtrag: Es ging noch ein Brief und ein Gruß per LinkedIn ein. Werden nächstes Jahr in den korrigierten Grafiken mit berücksichtigt werden.

Wo ist Paul?

Gestern war so schönes Wetter, wir hatten Zeit und haben endlich die kostenlose Würzburg-Schnitzeljagd „Wo ist Paul?“ durchgespielt. Hatten wir schon lange vor, und wir waren wohl nicht die einzigen… An wirklich jeder Station haben wir andere Spieler getroffen, die mit dem Handy in der Hand versucht haben, die Rätsel zu lösen.

„Wo ist Paul?“ ist eine Art digitale Schnitzeljagd durch Würzburg. Man spielt eine fiktive Geschichte, in der man den verschollenen Ersti Paul durch das Lösen einiger Rätsel wiederfinden will:

Einige Erstis waren abends zusammen unterwegs, nach einigen Drinks war plötzlich ihr neugewonnener Freund Paul verschwunden. Trotz einigen Suchens haben sie ihn am Abend nicht mehr gefunden. Als er auch am nächsten Morgen noch nicht an sein Handy geht, beginnen sie sich Sorgen zu machen.

Die App beinhaltet die Rätsel, eine Karte und einen Chat, in dem im Lauf der Suche auch immer neue Nachrichten eintreffen. Alle Details findest du auf der Webseite zu dem Spiel unter https://wuerzburg-schnitzeljagd.de/.

Das Spiel hat schon Wellen geschlagen, es gab Berichte in der Mainpost, bei Würzburg erleben, bei Radio Gong, der Stadt Würzburg, im Frizz und auch ein schönes Interview bei tv Mainfranken. Freut mich für die EntwicklerInnen, weil ich die auch persönlich kenne. Schon nicht schlecht (<= fränkisches Lob), was sie da in ihrer Freizeit so auf die Beine gestellt haben. Entstanden ist das Spiel durch die Überlegung, wie die CityChurch Würzburg, zu der die EntwicklerInnen gehören, in der Corona-Zeit vor allem Erstsemestern den schwierigen Start in eine vielleicht neue Stadt etwas angenehmer gestalten könnte. Es gibt keine Erstsemesterveranstaltungen, keine Erstsemesterspielchen, man lernt seine Mitstudierenden kaum kennen etc. Und so hat man wenigstens die Möglichkeit, mit einer kleinen Gruppe Menschen die Stadt etwas besser kennenzulernen und dabei noch Spaß zu haben. Also Wegbier und WG-MitbewohnerIn einpacken und los!

PS: Die App gibt es hier für Android und iOS.

Phoniebox: Der Koffer für den kleinen Mann

Menschen mit kleineren Kindern kennen sicherlich die Toniebox: Eine kleine Kiste, auf die kleine Kinder kleine Figuren stellen, worauf die Kiste dann Musik oder Hörspiele abspielt. Für Menschen mit Spaß am Basteln gibt es dazu ein alternatives Selbstbauprojekt, die sog. Phoniebox. Mein Freund Markus hat ein kleines Kind und Spaß am Basteln. Ich habe auch Spaß am basteln, also haben wir gebastelt. Das ist dabei herausgekommen:

Phoniebox kann sowohl lokal auf der Kiste gespeicherte Audiodateien abspielen, als auch Spotify (einzelne Songs, Playlisten, Alben, was auch immer). Hat die Box kein WLAN, dann spielt sie eben nur die lokalen Sachen ab, denn Spotify kann nur gestreamt werden.

Was jetzt noch kommt ist mehr eine Gedankensammlung und Dokumentation dessen, was wir gemacht haben als eine Anleitung, wie man den Koffer exakt nachbaut. Der eine oder andere brauchbare Hinweis ist aber vielleicht trotzdem dabei, und das meiste ist auf den ebenfalls verlinken Projektseiten ja bestens beschrieben.

Weiterlesen

Wie man 2020 gratuliert

Der letzte Geburtstag ist jetzt fast 4 Wochen her, der letzte Blogpost ca. 50 Wochen. Höchste Zeit für die neue Geburtstagsstatistik. Die steht in diesem Jahr natürlich unter dem Einfluss von Corona und ist daher sicher nicht repräsentativ. Aber irgendwas ist ja immer.

Das Törtchen ist in diesem Jahr mal nach Größe sortiert:

Auch die Balkendiagramme habe ich jetzt so umsortiert, dass die Daten ganz links stehen, die in der Summe über alle Jahre den größten Beitrag hatten:

Beobachtungen in diesem Jahr:

  • Facebook ist nicht auf Platz 1. Grund dürfte die Coronakrise sein, in der es so ziemlich alle persönlichen Gratulationen auf diverse Messenger (WhatsApp / Threema / Signal /…) verschoben hat und diese damit nach vorne gerutscht sind. Aber auch in absoluten Zahlen hat Facebook verloren.
  • Twitter verliert für die persönliche Kommunikation weiter an Bedeutung. Ich bedauere das.
  • Die SMS ist jetzt aber wirklich mal tot. Im Gegensatz zum Fax, das weiterhin aus Prinzip existiert.
  • Kleines Revival der Email. Warum auch immer.
  • Die Ecard wurde durch WhatsApp abgelöst. Ich bedauere das nicht.
  • Neu dabei:
    • Zoom. Der Geburtstag fiel auf einen Sonntag, an dem ich bei einem Livestream-Gottesdienst mitgewirkt habe, dessen Regie in einem Zoom-Raum stattfand. Sonst wäre das nicht passiert. Zoom verschwindet vermutlich recht schnell wieder aus der Statistik.
    • Xing: Hat wohl irgend etwas an seinem Empfehlungsalgorithmus geschraubt und Leute auf den Geburtstag hingewiesen. Anders kann ich mir das nicht erklären. Denn mein Xing-Profil pflege ich genau gar nicht.
    • Instagram: Neu dabei, vermutlich auch nur als Reaktion auf eine Aktion, die ich weiter unten noch beschreibe.
    • Telegramm, mit zwei „m“. Ein TELEGRAMM! So ein richtiges. Das erste in meinem Leben. Herzlichen Dank den Sendern, das war auf jeden Fall ein Highlight!
  • Der Steppenläuferstrauch hat es nicht geschafft, sich in der Statistik zu halten. Schade eigentlich. Gleiches gilt für den DNS-Record.

Irgendwie hatte ich in der Corona-Zeit die Idee, ein paar Freunde virtuell zusammenzubringen. Auf Videokonferenzkaffeetrinken oder so hatte ich keine Lust und kam daher mit diesem Tweet um die Ecke:

Wider Erwarten wurde das kein Rohrkrepierer, sondern ein paar Leute hatten Freude, und ich am Ende auch! Hier mein virtueller (uns aus Gründen hier verpixelter) Geburtstagschor:

Danke nochmal an alle, die mitgemacht haben!

Das war’s. Mal sehen, ob es wenigstens einen weiteren Blogbeitrag bis zur nächsten Geburtstagsstatistik geben wird 😉

Wie man 2019 gratuliert

Wir werden alle nicht jünger, und manches läuft nicht mehr so rund wie früher. Bloggen zum Beispiel. Aber auch wenn hier sonst nicht viel los ist, die jährliche Geburtstagsstatistik ist Pflicht.

Zunächst einmal wieder die nackten Zahlen:

Mein Geburtstag fiel in diesem Jahr auf einen Freitag, d.h. ich war arbeiten und konnte abends feiern. Das erklärt die relativ hohe Zahl an persönlichen Gratulationen.

Weitere Beobachtungen:

  • SMS ist tot, ebenso das Fax, welches bei mir in diesem Jahr gestorben ist. Vielleicht kommt es ja wieder. (Das Fax wurde zunächst fälschlicherweise als tot gemeldet, war nur ein Konfigurationsproblem…)
  • Twitter ist auch tot, jedenfalls für Geburtstagsgratulationen.
  • Facebook ist weiterhin extrem beliebt für Gratulationen. Aber so etwas ist ja auch Sinn und Zweck eines sozialen Netzwerks.
  • Die Email stirbt für diesen Zweck aus, wird im Wesenlichen ersetzt durch:
  • Whatsapp / Threema: Weiterhin stark, etabliert sich als beliebtes Tool zum Gratulieren.
  • Neu in der Statistik: Communi. Immerhin 3 Leute haben mir in diesem Jahr über dieses Tool gratuliert. Nicht zufällig sind das die 3 (mir persönlich bekannten) Gründer der Communi-App. Die App dient der Vernetzung von Gruppen / Communities, ist im Umfeld der CityChurch Würzburg entstanden und wird da auch genutzt. Auf jeden Fall einen Blick wert! (So, den Werbeblock habt ihr euch mit euren Glückwünschen verdient 😉

Auch in diesem Jahr gab es besonders kreative Beglückwünschungen. Im vorletzten Jahr waren das die signierten Senf-Portionsbeutel, letztes Jahr dann der Steppenläuferstrauch. Auch dieses Jahr haben sich Leute ins Zeug gelegt, um hier auf dem Blog aufzutauchen. Letztes Jahr hatte ich ja beschlossen, immer die kreativste Gratulationsart in die grafische Statistik mit aufzunehmen, dieses Jahr finde ich das doch keine gute Idee mehr, sorry. Aber hier werden sie auf jeden Fall erwähnt:

So, mal sehen, was sich auf dem Blog hier tut bis zum nächsten Jahr. Ihr könnt in der Zwischenzeit schon mal darüber nachdenken, wie ihr es nächstes Jahr hier in den Artikel schafft.

Wie man 2018 gratuliert

Schon wieder ein Geburtstagsstatistik-Post, es geht Schlag auf Schlag. In diesem Jahr gab es eine Überraschung, aber mehr dazu weiter unten. Erst mal die trockene Statistik:

Die Rahmenbedingungen in diesem Jahr: Der Geburtstag lag in den Ferien, allerdings hatte ich einen ganz normalen Arbeitstag, wobei wir diesen mit einem Weißwurstfrühstück in kleiner Runde starteten. Daher gab es deutlich weniger persönliche Glückwünsche im Vergleich zum letzten Jahr, dafür mehr Anrufe und vor allem mehr WhatsApp-Nachrichten. Offensichtlich ist das der bevorzugte Ersatz-Kanal für persönliche Glückwünsche,

Facebook scheint eine Sache für sich. Die Gratulationen auf diesem Kanal nehmen die letzten Jahre ab. Die Freunde, die auf diesem Weg gratulieren sind in der Regel welche, die auf keinen anderen der aktuellen Kanäle ausweichen würden. Sie würden nicht anrufen oder eine Whatsapp schreiben, die meisten davon auch nicht auf einer privaten Feier eingeladen sein. Für diese Art von Bekanntschaft ein guter und einfacher Kanal.

Meine jetzt schon neun Jahre geführte Geburtstagsstatistik treibt ja mitunter auch seltsame Blüten. Im letzten Jahr wurden mir kleine signierte Senf-Portionsbeutel überreicht in der Hoffnung, dass diese hier auftauchen würden. Ich habe die dann aber nur im Text erwähnt. In diesem Jahr habe ich beschlossen, in Zukunft immer die kreativste Gratulationsart in der Statistik mit aufzuführen. Gewonnen hat nicht die Gratulation via Keybase.io, sondern der „Steppenläuferstrauch“: Beim Verlassen des Hauses habe ich ein Gebilde vor dem Haus gefunden, das neben Glückwünschen auch einen Hinweis auf dessen Urheber enthielt. Eine kleine Nachfrage ergab folgendes:

Ihr müsst euch schon ins Zeug legen, um nächstes Jahr den Steppenläuferstrauch zu toppen. Ich bin gespannt.

3D-Zebrastreifen

Einfach mal wieder eine kleine Video-Empfehlung, diesmal aus der isländischen Kleinstadt Ísafjörður. Erklärt sich eigentlich von selbst:

Ich finde das genial. Ob es wirklich etwas bringt sei mal dahin gestellt, der Effekt nutzt sich vielleicht schnell ab, außerdem funktioniert es ja nur in eine Fahrtrichtung. Aber die Idee alleine ist so nett, dass ich es hier auch haben will. Bitte.

Mehr zu dem Projekt findest du z.B. hier.

 

Touch ist alles, alles ist Touch

Alternative Mensch-Maschine-Schnittstellen finde ich schon immer interessant. Denn ich glaube, dass viele Eingabegeräte, mit denen wir so vertraut sind, nicht optimal sind. Sie sind historisch so gewachsen. Bestes Beispiel ist unser Tastaturlayout, welches nicht deshalb so aussieht, wie es aussieht, weil das für die heutige Eingabe am Computer optimal wäre, sondern weil das bei den typischen Buchstabenkombinationen der deutschen Sprache dafür sorgte, dass sich die einzelnen Buchstaben der Schreibmaschine möglichst selten verhakten. Es gibt z.B. einige optimierte Tastaturlayouts für die deutsche Sprache, die aber kaum eine Chance haben, sich durchzusetzen. Nicht weil sie schlecht wären, sondern weil wir so unglaublich träge sind in der Umgewöhnung. Die müsste fast mit Zwang passieren. In der Mathematik / Physik / Chemie nennt man so einen Zustand ein „lokales Minimum“. Schon nicht schlecht, aber um ein besseres, vielleicht sogar globales Minimum zu finden müsste viel Energie aufgewendet werden. Ich schweife ab…

Was ich sagen will: Aus lokalen Minima kommt man schlecht heraus, daher lohnt es sich, völlig neuen Ansätzen nachzugehen, statt alte optimieren zu wollen. Die Touch-Bedienung war ein solcher Schritt, und dieser Interaktionsansatz ist noch lange nicht ausgereizt.

Im folgenden Video ist ein Ansatz gezeigt, bei dem leitender Lack auf beliebigen Oberflächen aufgetragen wird. Am Rand des Objekts werden dann Kontakte angebracht und ein elektrisches Feld angelegt. Bei Berührung des Objekts wird jetzt dieses Feld modifiziert, woraus auf die Position der Berührung rückgeschlossen werden kann. Sehr schöne Idee: