Qwirkle-Modifikation

In meinem Umfeld hat Qwirkle, das Spiel des Jahres 2011, jetzt auch den Durchbruch geschafft (auch wenn nicht alle mit der Qualität der Holzsteine zufrieden sind, wobei sich Schmidt-Spiele da durchaus kulant zeigt). Die Regeln sind einfach, es kann in fast jedem Alter gespielt werden, und ein bisschen Strategie geht auch. Allerdings eben nur ein bisschen. Gestern hat sich bei einem Spiel wieder gezeigt, dass das Ergebnis – wenn keiner große Fehler macht – doch ziemlich vom Glück bestimmt ist. Bei Wikipedia wird das anders gesehen:

Durch das verdeckte Nachziehen von Spielsteinen weist Qwirkle einen beträchtlichen Glücksfaktor auf – durch die zahlreich vorhandenen taktischen Möglichkeiten wirkt dieser aber nicht dominierend. Eine Erfolg versprechende Spielstrategie besteht darin, punkteträchtige Platzierungsmöglichkeiten zu erkennen und den Gegnern keine Vorlagen für ein „Qwirkle“ zu liefern. In taktisch anspruchsvollen Partien ist es wichtig, die Übersicht über die bereits liegenden Teile zu behalten und Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, mit der ein bestimmter Stein aus dem Nachschub nachgezogen werden kann, sowie punkteträchtige Stellen, die man nicht selber nutzen kann, zu verbauen.

via de.wikipedia.org

Das Problem ist jedoch, dass man keine langfristigen Strategien verfolgen kann. Das wäre z.B. dann möglich, wenn man aus einer vorteilhaften Situation nicht nur kurzfristig Punkte holen kann, sondern sich diese nachhaltig auf das weitere Spielgeschehen auswirken würde. Z.B. könnte jeder, der einen Qwirkle schafft, die Anzahl seiner eigenen Steine um einen erhöhen dürfen, also nach dem ersten Qwirkle mit 7 statt 6 Steinen weiterspielen usw. Er könnte dann also versuchen, seinen Vorsprung auszubauen. Es entstehen Asymmetrien im Spiel: Ein früher Quirkle ist besser als ein später, umgekehrt hat die Verhinderung eines Qwirkles am Anfang höhere Priorität, das gezielte Zurückhalten einzelner Spielsteine wäre interessanter etc. Ganz am Ende hätte dann aber derjenige, der die meisten Qwirkle und somit die meisten Steine hat, weniger Chancen, das Spiel zu beenden und den entsprechenden Bonus einzustreichen.

Wir werden das ausprobieren. Noch jemand Ideen für eine Modifikation des Spiels?

Ach ja, eines noch: Es gibt im Spiel immer wieder Stellen, an denen definitiv nicht mehr angelegt werden kann. Es würde das Denken und somit Spiel beschleunigen, würden schwarze, unbedruckte Steine mitgeliefert, die man da zur Markierung anlegen kann. Solche Steine dürften sich auch leicht selber bauen lassen.


Hier eine kurze Spieleinführung für alle, die das Spiel noch nicht kennen:

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