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Arduino-Bastelei: Pedal zum Bass-Üben

Eines vorneweg: Auch wenn ich gern an allem möglichen herumbastle, bei Elektronik hört bei mir der Spaß schnell auf. Ich tausche schon mal defekte Kondensatoren in Netzteilen oder mache aus zwei defekten Kaffeemaschinen eine funktionierende, aber da müssen die defekten Stellen schon durch Rauch oder Feuer auf sich aufmerksam machen. Das große Verständnis von Elektronik fehlt mir. Etwas neidisch beobachtete ich bisher die Bastlerszene, die mit diversen günstigen Bauelementen allen möglichen Kram zusammenzaubert. Und immer wieder hörte ich, dass das alles mittlerweile gar nicht mehr schwer sei. Jeder könne das. Dabei viel immer wieder das Stichwort Arduino.

Im Sommer dachte ich, es wird auch für mich Zeit, mich da mal ein bisschen einzuarbeiten. Also habe ich einen bunten Strauß an Arduinoboards, Sensoren und Aktoren bestellt und zu basteln angefangen: Einfach mal ganz simpel einen Schalter an ein Arduinoboard und damit ein Schrittmotor steuern. Oder mit einem Näherungssensor ein Servo. Oder einfach nur eine LED blinken lassen (ein Unterfangen, an dem ich mit einer analogen Schaltung schnell scheitern würde). Mein Fazit ist: Wer googlen kann, der kann auch Arduino.

Bei diesen Spielereien habe ich irgendwann gelesen, dass diverse Arduinoboards, die ja einfach über die USB-Schnittstelle programmiert werden können, am Rechner auch gleichzeitig als Human Interface Device agieren können, sich also wie eine Maus oder eine Tastatur verhalten. Es ist also relativ leicht, sie als externes Eingabegerät für den Rechner zu verwenden. Dazu sind auch keine speziellen Treiber am Rechner nötig. Board an den USB-Anschluss und fertig.

Die Idee

Damit war die Idee geboren: Beim Bass-Üben stört es mich immer wieder, das Instrument aus der Hand legen zu müssen, um in Spotify nochmal zum Songanfang zu springen, in Youtube-Tutorials vor- oder zurückzuspulen, eine Webseite mit Chords weiterzuscrollen oder einfach nur die Lautstärke des PCs anzupassen. Ich übe in der Regel mit Kopfhörer an einem kleinen Mischpult, an dem auch der Rechner hängt, der mich mit Musik und Tutorials versorgt. Was es braucht ist eine Möglichkeit, diverse Funktionen des Rechners mit den Füßen zu steuern. Sollte mit einem kleinen Arduino machbar sein.

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Dropbox-Podcast, selbstgebaut

Podcast-Logo

Ich bin leidenschaftlicher Podcast-Hörer. Es gibt nichts besseres, als bei Tätigkeiten, die wenig Aufmerksamkeit erfordern (Putzen, Kochen, Fahrradfahren, Basteln, …), nebenbei interessante Sachen zu hören. Dazu habe ich diverse fertige Podcasts abonniert. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass mir außerhalb meiner abonnierten Podcasts einzelne Vorträge oder Sendungen über den Weg laufen, die ich ebenfalls gerne über meine Podcast-App hören würde. Denn die App (ich nutze Podkicker Pro) hat gewisse Vorteile: Ich kann meine Standard-App nutzen und diese auch mit meiner Pebble steuern, ich kann es ggf. beschleunigt hören, die Datei wird automatisch auf das Smartphone geladen und nach dem Hören von selbigem wieder gelöscht usw.

Um also einzelne MP3s automatisch in meinen Podcast-Workflow zu bekommen musste ein eigener Podcast her. Der sollte natürlich möglichst einfach von diversen Geräten aus gefüttert werden können. Ideal wäre es – dachte ich mir so – wenn ich einfach die Dateien in einen Dropbox-Ordner legen könnte und sie von dort aus alleine in meine Podcast-App wandern würden. Manchmal ist es auch nett, wenn man gar nicht das MP3 an sich in die Dropbox legen muss, sondern einfach eine URL-Datei, die auf das MP3 verweist. Meistens liegt das Ding ja schon irgendwo im Netz.

Und sowas hab ich mir dann gebastelt.

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Garantie wegoptimiert

Als ich damals mein altes HTC Desire HD in den Ruhestand geschickt habe, um auf das damals neue Nexus 4 umzusteigen, habe ich beschlossen, technische Geräte häufiger zu wechseln und nicht zu lange mit eigentlich veralteten Sachen zu arbeiten. Aber ich ertrage es einfach kaum, Dinge auszurangieren, die eigentlich noch ihren Dienst verrichten.

Ende letzten Jahres habe ich es dann doch getan: Mein sieben Jahre alter Dell Inspiron 1720 wurde voll funktionsfähig in Rente geschickt. Es war ein Weltgerät, nie mehr werde ich einen so guten und zuverlässigen Rechner haben! Aber das Alter… Glaubt mir, ich weiß, wovon ich rede.

Ich brauchte wieder ein Arbeitstier, maximal konfigurierbar. Und bezahlbar. Seither arbeite ich mit einem Schenker M704 mit sehr ordentlicher Ausstattung. Letzte Woche hab ich ihn zum ersten Mal an seine Grenzen gebracht, besser gesagt darüber hinaus. Aber gut, die >100GB RAM, die ich für mein Problem benötigte, hat im Moment einfach kein Laptop an Board. Das Gerät ist solide, keine Schönheit, aber ein echtes Arbeitstier. Ein paar Dinge stören mich (Tastaturlayout: Kein Abstand zum Zahlenblock, Position der Cursortaste etc.. Anschlüsse: Seitlich und zu weit vorne. Lüftersteuerung: Also bitte…), aber es gibt wohl nicht das perfekte Gerät.

Seit dem Umstieg arbeite ich auch mit einer neuen Maus, einer Logitech M705. Keine Bluetooth-Maus mehr, daher kommt sie mit einem kleinen USB-Adapter daher, einem “Logitech Unifying-Empfänger“. Ich dachte, das Ding stecke ich in den einzigen USB2-Port des Rechners, da wird das nicht weiter stören. Es stört aber, und zwar gewaltig. Das Problem ist, dass der Stecker einfach viel zu lang ist und man zu oft daran hängen bleibt. Sei es, wenn man den Rechner in die Schutzhülle der guten alten Umhängetasche stecken will (was ich oft mehrmals täglich will), oder wenn man den Rechner irgendwo seitlich abstellt. Die Gefahr, die Buchse (und damit vielleicht noch etwas mehr) mit einem Mal nachhaltig zu beschädigen ist nicht gerade klein. Und den Stecker jedes Mal abzuziehen und in der Maus zu deponieren ist auch nicht gerade elegant.

Die Idee hatte ich schon länger, heute hab ich es gewagt: Ich hab den USB2-Port quasi nach innen verlegt: Innen an den Port ein Stück USB-Kabel mit Buchse gelötet, die eigentliche USB-Buchse außen zugemacht und fertig. Gleiche Funktionalität wie vorher, aber der störende Dongle weg.

Weg ist damit allerdings auch die Garantie meines nicht mal ein Jahr alten Gerätes. Ich kann nur hoffen, dass dich Schenker – sollte es tatsächlich einmal zu einem Garantiefall kommen – kulant zeigen wird. Immerhin fanden sie die Idee eines fest verbauten Logitech Unifying-Empfängers gar nicht so schlecht.