Und wieder beginnt ein Eintrag mit “eigentlich”: Eigentlich mag ich es nicht, Kindertalenten eine zu große Bühne zu bieten. Das Internet ist eine ziemlich große Bühne. Aber dieses Mädchen hier ist einfach zu faszinierend, um es auszulassen. Ich muss sagen, am Anfang war ich nicht so wirklich angetan, weil mir einige Unzulänglichkeiten zu deutlich aufgefallen sind. Dann hab ich mich mal kurz daran erinnert, wie mein Siebenjähriger so singt…
Autorenarchiv: dasaweb
Zukunfsfähige Musik
komm doch mal vorbei mit kuchen
später gehen wir in den zoo
und dann lassen wir uns suchen
übers radio
via 2raumwohnung.de
Nein, zukunfsfähig ist diese Musik nicht, die ich da eben auf meinem neuen kleinen mp3-Player gehört habe. Sich über’s Radio suchen lassen? Unsere Kinder werden nicht mehr wissen, was da gemeint ist. Reiseruf nennt man das. Es gibt ihn ja immer noch, aber er wird wirklich extrem selten. Ich werde das Lied trotzdem weiterhin hören. Immerhin versteht man den Rest auch nicht wirklich.
Mustererkennung: Was ist ein Gesicht?
Dass Mustererkennung nicht etwas ist, was man mal eben so aus dem Ärmel schüttelt ist klar. Umso faszinierter bin ich von der Gesichtserkennung von bspw. Picasa. Ich verwende das nicht intensiv, aber wenn, dann bin ich meistens fasziniert, was diese Algorithmen zu leisten im Stande sind. Leider muss der Lehrer sich eingestehen, dass der Schüler mittlerweile besser ist als er selbst. Denn was der Schüler Picasa dem Lehrer Mensch hier als Gesicht verkauft dürfte diesem erst auf den zweiten Blick zugänglich sein:

Auf dem Trampolin blühen Veilchen


Und so sieht eines aus. Dazu Kopfschmerzen und vielen Tränen. Aber es besteht Hoffnung, irgendwann verblüht bei uns jede Pflanze.
Edit: Ehrlich gesagt sah das Ding in Wirklichkeit und vor allem am zweiten Tag noch übler aus als auf dem ersten Bild. Vier Tage später blüht nicht nur ein Veilchen, sondern eine ganze Blumenwiese (siehe zweites Bild). Dafür ist die Schwellung viel besser.
Schwarz
Es sind auch praktische Gründe, die für schwarze Produkte sprechen. Schwarz zählt zu den sogenannten unbunten Farben, wie auch Grau und Weiß. Unbunte Farben haben keinen Farbton und können nicht in ästhetischen Konflikt mit anderen Farben geraten. “Schwarz fügt sich überall ein”, sagt Florian Hufnagel, Chef des weltgrößten Designarchivs Neue Sammlung in München: “Alles lässt sich mit Schwarz kombinieren, das machte es auch zur erfolgreichsten Farbe für Elektronikartikel, die ja überall hinpassen müssen.” Schon die ersten Telefone aus Bakelit waren schwarz.
via zeit.de
Die Zeit schreibt hier über die Farbe schwarz im Design. Interessant finde ich das an sich schon, noch interessanter ist das in Kombination mit dem ebenfalls in der Zeit erschienenen Artikel zur Suche der Wissenschaft nach dem totalen Schwarz.
Hoffentlich keine Christen…
Das hier spielte sich eben vor unserem Fenster ab. Bin mir noch nicht sicher, ob ich weinen oder lachen soll…
Hitze anziehen?
Als mögliche Erklärung vermutet cnet, durch die größere Fläche ziehe das iPad Hitze schneller an als sein kleiner Bruder. Dabei wird allerdings außer Acht gelassen, dass dem Tablet mit seinem aus einem Stück Aluminium geformten Rückendeckel auch eine weit größere Kühlfläche zur Verfügung steht.
via spiegel.de
Nein, ich will hier keine (weitere) Diskussion zum iPad lostreten. Aber ich muss schon sagen, dass es ich sehr erstaunlich finde, was es alles kann. Hitze anziehen zum Beispiel. Cool. Können die vielleicht noch einen Physiker gebrauchen?
Perspektivverschiebung
Well it’s their fault for bringing their kids into a battle.
Das sagte einer der Soldaten des Apache-Kampfhubschraubers am 12. Juli 2007 in Bagdad, nachdem er eben mit seinen Kollegen einen Reuters-Journalisten und einige Irakern erschossen und dabei auch zwei Kinder verletzt hatte. Wikileaks hat gestern das Video aus der Bordkamera des Hubschraubers veröffentlicht. Wenn du heute Nacht keine Lust auf Schlafen hast kannst du dir auf der extra dafür eingerichteten Seite collateralmurder.org sowohl das ganze Video als auch eine Kurzversion davon ansehen.
Wie man gratuliert

Ich hatte mal Geburtstag, nicht lange her. Wie verdigitalisiert mein Leben mittlerweile ist zeigt diese Grafik, in der ich die Art der Glückwunschübermittlung aufgetragen habe. Selbsterklärend.
Wenn ich mich also an dieser Stelle bei den Gratulanten bedanke, so sollte ich mehr als die Hälfte davon erreicht haben. Ich danke euch.
What a wonderful Louis
Wenn man sich das so in Ruhe ansieht liegt nichts näher als eine solche “Coverversion”: