“Wir müssen die Scripts des digitalen Zeitalters erzählen.” Müssen wir?

via faz.net

Via Andre auf dieses Videointerview mit Frank Schirrmacher gestoßen. Ich muss sagen, ich mag seine Sprache und seine Bilder, trotzdem geht es mir bei Schirrmacher wie Sascha Lobo: Bei allem, was Schirrmacher richtig erkennt und wirklich treffend beschreibt (und das ist einiges!) bleiben seine ängstlich-kulturpessimistischen Falten auf der Stirn. Und die kommen durch die Überbewertung des Algorithmischen und durch dessen Unterschätzung. Er widerspricht sich da etwas: Auf der einen Seite sieht er den riesigen menschlichen Input im Netz, auf der anderen hat er Angst vor dem ausgeschlossenen Dritten. Was Lobo von Schirrmacher hält kann man z.B. hier nachlesen. Ich muss da noch bisschen drüber nachdenken.

PS: Das Video gibt es nicht mehr. Details dazu ggf. noch hier:

2010 sprach Alexander Kluge mit Frank Schirrmacher anlässlich des Erfolgs seines damals jüngsten Buches: Payback – Warum wir im Informationszeitalter gezwungen sind zu tun, was wir nicht tun wollen, und wie wir die Kontrolle über unser Denken zurückgewinnen. Inhalt des Gespräches ist die Externalisierung des Denkens, der Tsunami der Informationen und die Herausforderung für die Öffentlichkeit, die damit einhergeht. Ein faszinierendes Gespräch über den Stand und die Zukunft der digitalen Welt, sowie ein eindringlicher Beweis dafür, dass die Welt gestern einen großen Denker verloren hat.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert