Mich nerven bei einigen Autos diese aufdringlichen Hinweise im Display, die mich noch im untertourigen Bereich durch Erzeugung eines schlechten Gewissens zum Schalten bewegen wollen. Nicht, dass ich den Hinweis an sich nicht sinnvoll finden würde, aber ich fühle mich belästigt und abgelenkt, wenn da ständig eine Art Warnhinweis außerhalb meines eigentlichen Sichtfeldes nach Aufmerksamkeit verlangt.
Im folgenden Video wird ein Prototyp eines Schaltknopfes gezeigt, der diesen Schalthinweis haptisch übermittelt, indem der Schaltknopf im richtigen Moment vibriert. Realisiert wird das mit einer offenen Plattform, die bei Ford genutzt werden kann: OpenXC
Der Schaltknopf an sich wurde übrigens mit einem 3D-Drucker erzeugt.
Einen Großteil unserer Spülarbeit verrichtet unsere Spülmaschine, jedenfalls in den Phasen, in denen sie funktioniert. Nur ein kleiner Rest wird per Hand gespült, und das seit einiger Zeit mit einem ökologischen Spülmittel von ECOVER. Der Umstieg auf ein ökologisches Spülmittel ist wenig reflektiert passiert, eher instinktiv: Das Zeug hat uns irgendwann angelacht und wir haben zugeschlagen (zuschlagen ist ja eine durchaus übliche Reaktion auf anlachen, jedenfalls auf dumm anlachen).
Am Wochenende wollte ich ein großes Teil unseres Dunstabzugs sauber machen. Abgeschraubt, heißes Wasser eingelassen, Spülmittel dazu, noch mehr Spülmittel dazu, und kräftig geschrubbt. Die das Metall bedeckende und ziemlich eklige Fettschicht hat sich dabei zunächst im Schwamm festgefressen und anschließend kleine Würstchen gebildet. Fettlösendes Verhalten hatte ich irgendwie anders in Erinnerung. Je länger ich Würstchen gerollt habe, desto schärfer habe ich nachgedacht und mich irgendwann an ein Fläschchen normales Spülmittel erinnert, dass sich noch irgendwo befinden müsste. Gesucht, gefunden (ein ganz gewöhnliches Spülmittel-Konzentrat von “ja!”), ins Wasser gegeben und gestaunt: Das Fett hat sich gelöst, so wie sich Fett eben lösen soll. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Oder besser gesagt: Wie Nacht und Tag. Komisch, dass uns der Unterschied bisher nicht aufgefallen ist.
Mein Fazit daher: Für die tagtäglichen kleinen Abwascharbeiten werden wir bei einem ökologischen Spülmittel bleiben, in diesem Bereich verrichtet es problemlos seinen Dienst. Für Härtefälle sollte man aber ein herkömmliches Spülmittel bei der Hand haben, das schon statt der Umwelt dann die Nerven. Und: Das Versagen des Öko-Spülmittel macht dieses ja auch irgendwie glaubwürdig.
Diese Doku von Arte über geplanteObsoleszenz (also der geplanten Alterung von Dingen) wollte ich mir schon länger ansehen, gestern Abend war es soweit. Langes und langsames Filmchen, trotzdem absoluter Sehtipp! Das Thema spricht mir aus dem Herzen, wer mich kennt weiß von meiner Leidenschaft, Dinge zu reparieren, meinem Trennungsschmerz, wenn ich Sachen wegwerfen muss und von meinen LeidenaufWertstoffhöfen:
Dass die Ölsauerei im Golf von Mexiko groß ist, ist mir mittlerweile bekannt. Weniger bekannt war mir, was es an vergleichbaren und noch viel größeren Sauereien schon gab. Wahnsinn.
Es gibt viele Faktoren, die die eigene CO2-Billanz beeinflussen, für einige sind wir mehr sensibilisiert als für andere. Wirklich überrascht hat mich der Faktor “Urlaub”. Was man da versaut lässt sich in anderen Bereichen kaum mehr wettmachen…