Lena hat geklaut. In echt jetzt. Das sagt der bulgarische Radiosender Darik Radio. Und die Ähnlichkeit zwischen “Satellite” und dem Original “Leka nosht detsa” ist wirklich frappierend. Guckst du:
Laut neuem Leitfaden für die amtlich verbindliche Sprache in der Schweiz fällt die Verwendung der Begriffe Vater und Mutter unter die Rubrik diskriminierender Begriffe. Kinder haben demnach künftig keinen Vater oder Mutter, sondern nur noch ein Neutrum als Ursprung, genannt “das Elter”.
Statt Vater oder Mutter sollte man besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch, der Bundeskanzlei der Schweiz, wie die schweizerische Zeitung BLICK berichtet.
Eine derartige sprachliche Deformation würde auch den Erwerb der Elternschaft durch homosexuelle Paare erleichtern. Ein Kind, dessen soziale Eltern zwei lesbische Frauen sind, hätte dann eben nicht mehr eine Mutter und eine Stiefmutter, sondern zwei Elter: Elter 1 und Elter 2. Folgerichtig wäre es, auch die Großmutter, Großvater, usw. abzuschaffen. Großelter 1 und Großelter 2 müsste es dann heißen oder – noch besser – Großelter 1.1 und 1.2 sowie Großelter 2.1 und 2.2. Dies wäre auch eine digitalisierungsfreundliche Lösung, die sich überdies an Patchworkverhältnisse flexibel anpassen ließe.
Ich rege mich nicht auf, nein, im Gegenteil: Ich bedanke mich bei der Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch, der Bundeskanzlei der Schweiz von Herzen dafür, meinen Tag gerettet zu haben. Wenn ich mir das nur vorstelle, wie mir jemand auf dem Amt gegenüber sitzt und von mir als dem Elter spricht und ich versuche, ganz ernst zu bleiben…
[Der] vierte kulturdynamische Erhaltungssatz ist der Satz der Erhaltung des Negativitätsbedarfs. Wo Kulturfortschritte wirklich erfolgreich sind und Übel wirklich ausschalten, wecken sie selten Begeisterung: sie werden vielmehr selbstverständlich, und die Aufmerksamkeit konzentriert sich dann auf jene Übel, die übrigbleiben. Dabei wirkt das Gesetz der zunehmenden Penetranz der Reste: Je mehr Negatives aus der Wirklichkeit verschwindet, desto ärgerlicher wird – gerade weil es sich vermindert – das Negative, das übrigbleibt. Knapper werdende Güter werden immer kostbarer: sie werden immer plagender, und Restübel werden schier unerträglich (darum ängstigen heute weniger die Risiken, viel mehr die Restrisiken). Wer – fortschrittsbedingt – unter immer weniger zu leiden hat, leidet unter diesem Wenigen immer mehr; er ähnelte der “Prinzessin auf der Erbse”, die, weil sie unter nichts Anderem mehr zu leiden hatte, nun unter einer Erbse litt.
Eigentlich sollten mich so Illusionen langsam langweilen. Sie tun das aber nicht. Das hier sind die, die mir in den letzten Tagen über den Weg gelaufen sind.
0.facebook.com ist eine neue mobile Seite, die alle Kernfunktionen von Facebook beinhaltet, die auch über m.facebook.com zu sehen sind. Dazu zählen Status updaten, News-Feeds ansehen, Kommentare posten, Nachrichten an Freunde schicken und beantworten oder an die Pinnwand schreiben.
Eigentlich, ja eigentlich sollten wir Facebook doch dankbar für den neuen Dienst sein. 0.facebook.com heißt die Seite, über die man in 45 Ländern (Deutschland nicht) nun mit dem Handy kostenlos Facebook nutzen kann. D.h. Facebook hat Verträge mit ca. 50 Mobilfunkanbietern geschlossen, die Daten, die über diese Adresse laufen, nicht abrechnen. Der Vorteil für beide Seiten liegt auf der Hand: Die Facebook-Nutzung wird für den Nutzer noch attraktiver, wovon Facebook profitiert, und der Mobilfunkanbieter wird verdienen, weil der User dann doch irgendwann das Angebot von Facebook verlassen wird, spätestens um kostenpflichtige Facebook-Bilder anzusehen oder irgend welchen Links zu folgen.
Trotzdem hab ich ein massives Problem mit diesem neuen Dienst: Noch nie hat ein Anbieter derart unverblümt die Netzneutralität verletzt (vielleicht hab ich das nur nicht mitbekommen). Das klingt zunächst etwas albern, bei einem kostenlosen Dienst von Netzneutralität zu sprechen, aber genau darum geht es in meinen Augen:
Netzneutralität ist eine Bezeichnung für die neutraleDatenübermittlung im Internet. Sie bedeutet, dass Zugangsanbieter (access provider) Datenpakete von und an ihre Kunden unverändert und gleichberechtigt übertragen, unabhängig davon, woher diese stammen oder welche Anwendungen die Pakete generiert haben.
Zum ersten Mal stelle ich mir ernsthaft die Frage, wo meine persönliche Schmerzgrenze im Bezug auf Facebook eigentlich liegt. Oder reagiere ich über? Oder überreagiere ich gar?
Vorhin im Radio gehört, dass Hank Jones am Wochenende im Alter von 91 Jahren gestorben ist. Er war ein ganz Großer. Obwohl er Marilyn Monroe begleitet hat, als sie ihr berühmtes (greußliches) Geburtstagsständchen für John F. Kennedy zum Besten gegeben hat.
Die Idee vom Semantischen Web ist ja alles andere als neu. Realität ist sie aber längst nicht. Das nette Video bietet einen Einstieg in die Thematik, bleibt am Ende aber doch vage. Wer sich also noch wenig konkretes darunter vorstellen kann ist in guter Gesellschaft. Schade eigentlich, denn ich freu mich schon drauf.