Irgendwann im letzten Jahr bin ich auf das Musiker-Duo SEΛ+ΛIR (hier bei Facebook) aufmerksam geworden, und seit ihrem Auftritt bei TV Noir im April 2012 (ganze Sendung, Ausschnitte) bin ich sowas wie ein Fan. SEΛ+ΛIR sind Eleni (sie) und Daniel (er) Benjamin, ein perfekt abgestimmtes deutsch-griechisches Musiker-Ehepaar, experimentierfreudig, kraftvoll, virtuos, tiefgründig, humorvoll. Manchmal auch scary. Ich habe die beiden jetzt schon zweimal in Würzburg gehört und gesehen, es gibt wohl im Moment keine Band, die ich so uneingeschränkt empfehlen kann wie SEΛ+ΛIR. Deshalb tue ich das auch hiermit.
Klaus Kauker, dieser Name geistert seit einigen Tagen durch das Netz. (Diesen Beitrag wollte ich schon lange geschrieben haben, hab ich aber nicht, was mich ein bisschen ärgert, denn mittlerweile hat sogar Spiegel Online seine Videos ausgegraben… ;o). Das kommt daher, dass ein Video von ihm für den Deutschen Webvideopreis 2012 nominiert ist. Videos hat der Gute schon viele gemacht, und für Musikinteressierte sind sie absolut sehenswert:
Hier findest du auch seinen kompletten Youtube-Kanal, da sind noch eine ganze Reihe anderer Videos von ihm dabei, nicht weniger sehenswert. Im Gegenteil, die anderen Videos sind sogar die etwas weniger lehrreichen, dafür unterhaltsameren.
Meine Begeisterung hat mehrere Gründe: Zum einen kommen bei diesen Themen bei mir nostalgische Gefühle hoch, vieles von dem, was er vermittelt, habe ich auch gelernt, hat mir Spaß gemacht, mich fasziniert, und hätte ich immer gern noch mehr gemacht. Zum anderen schafft er es, sehr sympatisch und strukturiert auch etwas komplexere Inhalte zu vermitteln und gute Anregungen zur Vertiefung mitzugeben. Auch die Qualität seiner Videos ist für kostenloses Material erste Sahne, wobei er auch mit Aufnahme- und Präsentationstechniken spielt. Die Videos bilden inhaltlich eine große Bandbreite ab, von der Frage, warum Bohlen-Songs schlecht, aber erfolgreich sind bis hin zur kleinen Theorie-Einheit über Jazz-Akkorde. Und genau die zeige ich hier exemplarisch noch:
BTW: „Er hat noch die Kreuz Neun“ hat dabei nichts mit Poker zu tun, und mit der „B13“ ist hier auch nicht die Bundesstraße gen Heimat gemeint.
In den letzten Tagen geisterten wieder einige sehenswerte Musikvideos durch das Netz. Ich zeige drei davon, falls sie jemand noch nicht gesehen haben sollte. Sortiert nach Bekanntheitsgrad, aufsteigend:
Wenn du solche Bilder noch nie gesehen hast und/oder ihr Zustandekommen nicht verstehtst, solltest du dir zunächst diesen Wikipedia-Artikel zum Rolling-Shutter-Effekt zu Gemüte führen, um dann ganz entspannd das folgende Video zu genießen, bei dem jemand einfach mal seine Smartphone bei laufender Kamera in seine Gitarre gelegt und ein bisschen gespielt hat. Viel Spaß:
Und wieder mal ein geniales Musik-Mashup. Das Ausgangsmaterial: Dave Brubecks legendäres „Take Five“ und – nicht gerade naheliegend – Radioheads „15 Step“:
Das Ergebnis ist wirklich gelungen, finde ich. Hat sich jedenfalls in meinem Ohr festgesetzt:
森の木琴 steht über dem Video bei Youtube, ich hoffe, das ist nichts vulgäres… Das Video ist jedenfalls Werbung für ein Dings, das ich vermutlich nicht einmal so gut finde. Wobei das haptisch sicherlich etwas hermacht. Aber jetzt geht es erst mal um die akustische Wahrnehmung. Und die kann sich durchaus sehen lassen.
PS: Ist das Absicht, dass im Hintergrund ein Bach rauscht?
An Steve Reich (Webseite, Wikipedia) scheiden sich die Geister, keine Frage. Ein Mann mit komischen Ideen und keinen Hemmungen, diese umzusetzen. Mich fasziniert seine Musik schon immer, sie hat oft etwas meditatives.
Hier sieht man ihn (rechts mit Mütze) bei der Aufführung eines seiner Stücke. „Clapping Music“ heißt das Teil, und nein, man muss es nicht ganz ansehen:
George Manak hatte das Stück wohl noch im Ohr, als er den Film Point Blank gesehen hat, in dem Angie Dickinson auf Lee Marvin herumtrommelt:
Der letzte Mashup-Beitrag war ja eher technischer Natur, diesmal steht Musik auf dem Programm. Mighty Mike mixt mit viel Fingerspitzengefühl mehr (wie in diesem Beispiel) oder weniger (der ganze Rest…) bekanntes Zeug zusammen, seine Ergebnisse sind hörenswert.
Wenn dir diese Videos zusagen, dann hat der Youtube-Kanal des MysteryGuitarMan durchaus das Potential, dich länger von der Arbeit oder vom Schlafen oder von was auch immer abzuhalten.