Ich habe in den letzten Tagen immer wieder Menschen mit einer neuen Erkenntnis genervt. Eine Erkenntnis, die mich vor allem deshalb beschäftigt, weil ich mich frage, warum man uns dieses grundlegende und lebenspraktische Wissen nicht in der Schule vermittelt hat. Ich binde nicht nur mein Leben lang meine Schuhe falsch, nein, ich wickle auch sämtlich Kabel falsch auf. Obwohl es gar nicht so schwer wäre, es richtig zu machen. Ok, ein bisschen Übung gehört dazu (ich gebe zu, dieses Üben hat meine Mitmenschen vor allem genervt…). Und ein bisschen Zeit, vor allem die, um das sich das Video hier anzusehen:
Edit: Ich habe noch ein Video gefunden. Wichtig ist hier, dass die beiden Enden des Kabels auf verschiedenen Seiten bleiben müssen, damit es sich beim Ausrollen nicht doch verheddert:
Einstein hatte Recht, “der Alte” würfelt nicht. Und Einstein hatte auch Recht damit, dass er dennoch ein Geheimnis hat. Von diesem allerdings konnte Einstein noch keine Ahnung haben:
Aus reinem Pflichtbewusstsein veröffentliche ich auch in diesem Jahr wieder eine Statistik zum Gratulationsverhalten an meinem Geburtstag:
Die Statistiken der letzten beiden Jahre findest du hier: 2010 // 2011
Es gilt im Wesentlichen immer noch das, was ich im letzten Jahren geschrieben habe. Erwähnenswert finde ich lediglich zwei Dinge:
Die Anzahl der Menschen, die mir persönlich gratulieren, hängt natürlich ganz stark von der Tagesgestaltung ab: Bin ich auf der Arbeit, gibt es eine kleine, eine große oder gar keine Feier etc. Damit verschieben sich auch die Prozentzahlen der anderen Optionen. Deren relatives Verhältnis sollte aber davon nicht beeindrächtigt sein.
Die Kanäle Post, Skype und WhatsApp spielen – obwohl sie möglich gewesen wären – gar keine Rolle.
Wenn ich das hier noch ein paar Jahre weiterführe, kann ich auch mal eine Verlaufsstatistik machen. Das wird ein Fest!
Ich kenne mich nicht wirklich gut aus mit Computerspielen. Ich spiele selten, und wenn dann eigentlich nur diverse FIFA-Versionen. Das Genre Tower Defense war mir bis vor wenigen Wochen daher völlig unbekannt. Damals hat mir jemand so ein Ich-verteidige-meinen-Vorgarten-gegen-Zombies-Spiel empfohlen. War nicht so wirklich meins. Gestern dann habe ich dann die folgende Variante der Tower Defense-Spielidee gefunden:
Gefällt mir. Vor allem, weil das Ganze “einfach” als Google Maps-Mashup gestrickt ist. Anfangs wählt man sich sich einen beliebigen Ort aus, den man verteidigen möchte, und dann geht es direkt los. Das Spiel ist sehr einfach gehalten und entwickelt seinen besonderen Charme durch das neue 90er-Jahre Videospiel-Design, welches Google anlässlich des 1. Aprils für seine Karten vorgestellt hat. Ausprobieren!
Bis heute habe ich nie etwas vom sog. “Kapitänssynrom” gehört, aber das, was ich heute davon gehört habe, hat mich doch ziemlich überrascht. Wikipedia definiert:
Unter Kapitänssyndrom oder Kapitänssymptomatik versteht man das Phänomen, dass viele Lernende in der Mathematik versuchen, Sachaufgaben – sogenannte Kapitänsaufgaben – zu lösen, die sachlich nicht erschlossen sind, d. h., die anhand des angegebenen Sachverhaltes gar nicht lösbar sind. Dabei werden Zahlen aus dem Aufgabentext unabhängig vom Kontext mit Operationszeichen verknüpft und das Rechenergebnis als Lösung angegeben.
Der Name “Kapitänssyndrom” kommt von einer bestimmten Beispielaufgabe, die in diesem Zusammenhang oft genannt wird:
“Auf einem Schiff sind 26 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Kapitän?” 76 der befragten 97 Schüler beantworteten die Frage, indem sie die angegebenen Zahlen der Aufgabenstellung in irgendeiner Weise miteinander kombinierten und eine Lösung auf die Frage angaben, obwohl es gar keine gibt.
Die folgende Variation der Aufgabe ist besonders schön, hier wird die Lösung bereits in der Aufgabenstellung mit genannt:
Ein 27 Jahre alter Hirte hat 25 Schafe und 10 Ziegen. Wie alt ist der Hirte?
Sebastian: Ich weiß es. Ein 27 Jahre alter Hirte, da muss man die 25 noch dazuzählen. Und die 10 Ziegen, die laufen ja nicht weg!
Frage: Die laufen nicht weg? Sebastian: Ne, hab’ ich nicht geschrieben! Frage: Und was musst du da rechnen? Sebastian: 27 plus 25 plus die 10. Frage: Weil die Ziegen nicht weglaufen? Sebastian: Ja. Frage an Dennis: Und was meinst du? Dennis: Die laufen weg! Der passt da nicht drauf auf!
Lehrer: Du hast 10 Bleistifte und 20 Buntstifte. Wie alt bist du? Julia: 30 Jahre alt! Lehrer: Aber du weißt doch genau, dass du nicht 30 Jahre alt bist! Julia: Ja, klar. Aber das ist nicht meine Schuld. Du hast mir die falschen Zahlen gegeben.
Private Key, Public Key, Kryptographie, das ganze Programm. Das schöne an dem Video ist, dass man die Idee hinter dieser Verschlüsselungstechnik auch ohne Mathematik verstehen kann. “Farben” ist das Stichwort:
Klaus Kauker, dieser Name geistert seit einigen Tagen durch das Netz. (Diesen Beitrag wollte ich schon lange geschrieben haben, hab ich aber nicht, was mich ein bisschen ärgert, denn mittlerweile hat sogar Spiegel Online seine Videos ausgegraben… ;o). Das kommt daher, dass ein Video von ihm für den Deutschen Webvideopreis 2012 nominiert ist. Videos hat der Gute schon viele gemacht, und für Musikinteressierte sind sie absolut sehenswert:
Hier findest du auch seinen kompletten Youtube-Kanal, da sind noch eine ganze Reihe anderer Videos von ihm dabei, nicht weniger sehenswert. Im Gegenteil, die anderen Videos sind sogar die etwas weniger lehrreichen, dafür unterhaltsameren.
Meine Begeisterung hat mehrere Gründe: Zum einen kommen bei diesen Themen bei mir nostalgische Gefühle hoch, vieles von dem, was er vermittelt, habe ich auch gelernt, hat mir Spaß gemacht, mich fasziniert, und hätte ich immer gern noch mehr gemacht. Zum anderen schafft er es, sehr sympatisch und strukturiert auch etwas komplexere Inhalte zu vermitteln und gute Anregungen zur Vertiefung mitzugeben. Auch die Qualität seiner Videos ist für kostenloses Material erste Sahne, wobei er auch mit Aufnahme- und Präsentationstechniken spielt. Die Videos bilden inhaltlich eine große Bandbreite ab, von der Frage, warum Bohlen-Songs schlecht, aber erfolgreich sind bis hin zur kleinen Theorie-Einheit über Jazz-Akkorde. Und genau die zeige ich hier exemplarisch noch:
BTW: “Er hat noch die Kreuz Neun” hat dabei nichts mit Poker zu tun, und mit der “B13” ist hier auch nicht die Bundesstraße gen Heimat gemeint.
Viele Wege führen bekanntlich zum Doktortitel. Die meisten sind lang und steinig, für andere muss man verdienter Würdenträger, chaotischer Materialsammler oder eben Mediziner sein. Jetzt geht es noch billiger:
Option 1: Doktor h.c. für 39 statt 150 €
Option 2: Professor h.c. für 49 statt 200 €
Option 3: Professor h.c. Doctor h.c. für 59 statt 300 €
Das klingt nach einem Deal. Und es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein:
Dr. h.c. …
… of Alternative Health … of Alternative Therapy … of Angel Therapy … of Apologetics … of Aromatherapy … of Astral Projection … of Biblical Archaeology … of Biblical Counseling … of Biblical Studies … of Christian Counseling … of Christian Counseling Psychology … of Christian Education … of Church Administration … of Church Management … of Comparative Religion … of Counseling … of Divinity … of Dowsing … of Drug and Alcohol Counseling … of Esoteric Psychology … of Esoteric Psychotherapy … of Esoteric Sciences … of Exorcisms … of Feng Shui … of Gospel Music … of Healing Sciences … of Holistic Nutrition … of Holistic Sciences … of Homeopathy … of Immortality … of Metaphysical Sciences … of Metaphysics … of Ministerial Education … of Ministry … of Motivation … of Paranormal Psychology … of Parapsychology … of Pastoral Counseling … of Pastoral Hypnotherapy … of Pastoral Psychology … of Pastoral Psychotherapy … of Psychic Astrology … of Psychic Sciences … of Radionics … of Religion … of Religious Counseling … of Religious Economics … of Religious Education … of Religious Humanities … of Religious Science … of Sacred Theology … of Spiritual Counseling … of Spiritual Healing … of Transcendental Meditation … of Theocentric Communications … of Theocentric Humanities … of Theocentric Hypnotherapy … of Theocentric Liberal Arts … of Theocentric Psychology … of Theocentric Sciences … of Sacred Theology … of Transpersonal Communications … of Transpersonal Psychology … of Ufology … of Wellness Studies
Und keine Angst, da geht wirklich alles mit rechten Dingen zu, seriöser geht es kaum:
Der kirchliche Ehrendoktor- oder Ehrenprofessor-Titel ist natürlich nicht mit einem unkäuflichen akademischen oder medizinischen Grad vergleichbar, der selbstverständlich nur nach erfolgreich abgeschlossener Promotion bzw. Habilitation und Berufung getragen werden darf. Er steht aber auch deutlich über einem Doktortitel aus der Schwarzwaldklinik oder dem Emergency Room und erst recht über einer illegal verliehenen Würde von zwielichtigen Titelhändlern aus dem Internet.