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Blog von einem dieser Daniels: Volgelstraußartiger Friedolin, der auf die Backen braucht. (Props to Felix Blume.)

Ein Ring, sie zu beschäftigen

via kinektdesign.com

Dieser Ring scheint genau das Richtige zu sein für Leute, die permanent an Kugelschreibern, Büroklammern, Schlüsseln, Ringen etc. herumspielen (müssen). Ein Ring, bei dem man zwei dünnen Außenringe, die über ein paar kleine Zahnräder verbunden sind, verdrehen kann. Perfektes Spielzeug, und immer bei der Hand. Nur leider nicht ganz billig…

via kinektdesign.com

Wer war’s?

via ravensburger.de

Seit Weihnachten haben wir Wer war’s? und spielen es mit der ganzen Familie erstaunlich regelmäßig. Gerade die Kombination von Brettspiel und Elektronik und das Konzept, gemeinsam und nicht gegeneinander zu spielen, haben ihren Reiz. Gute und fast durchwegs sehr positive Rezenzionen unterstreichen das, nicht umsonst wurde “Wer war’s?” zum Kinderspiel des Jahres 2008 gekürt.

Bei diesem Spiel muss man sich einiges merken können: Wo hat man bereits welche Aktion ausgeführt, wer hat einem welche Information gegeben oder wer will welchen Gegenstand haben. Ziemlich schnell hat unser Jüngster angefangen, auf Notizzetteln kryptische Merkhilfen zu kritzeln. Kreativ war das durchaus, aber für die anderen Mitspieler doch etwas zu unübersichtlich und zu unstrukturiert. Deshalb haben wir jetzt einen kleinen Vordruck erstellt: pdf, xlsx

Klar macht das Notieren von Informationen das Spiel einfacher, man macht einfach weniger Fehler. Wer die absolute Herausforderung liebt, darf gerne ohne Notizen spielen. Aber keine Angst, weniger Spaß macht es mit Notizen keineswegs.

Fußball-Modifikationen

Nach so einem unerfreulichen Fußballabend wie dem heutigen sollte man sich vielleicht nach Alternativen zu diesem Sport umsehen. Oder ihn wenigstens derart modifizieren, dass das Zuschauen wieder mehr Spaß macht. Oder den Zuschauer gleich ein bisschen mit ins Spiel einbeziehen. Modifikationsmöglichkeiten kann man sich viele vorstellen, und manche Leute haben sogar schon diverse Variationen ausprobiert. Hier vier sehenswerte und unterhaltsame Beispiele:

Qwirkle-Modifikation

In meinem Umfeld hat Qwirkle, das Spiel des Jahres 2011, jetzt auch den Durchbruch geschafft (auch wenn nicht alle mit der Qualität der Holzsteine zufrieden sind, wobei sich Schmidt-Spiele da durchaus kulant zeigt). Die Regeln sind einfach, es kann in fast jedem Alter gespielt werden, und ein bisschen Strategie geht auch. Allerdings eben nur ein bisschen. Gestern hat sich bei einem Spiel wieder gezeigt, dass das Ergebnis – wenn keiner große Fehler macht – doch ziemlich vom Glück bestimmt ist. Bei Wikipedia wird das anders gesehen:

Durch das verdeckte Nachziehen von Spielsteinen weist Qwirkle einen beträchtlichen Glücksfaktor auf – durch die zahlreich vorhandenen taktischen Möglichkeiten wirkt dieser aber nicht dominierend. Eine Erfolg versprechende Spielstrategie besteht darin, punkteträchtige Platzierungsmöglichkeiten zu erkennen und den Gegnern keine Vorlagen für ein „Qwirkle“ zu liefern. In taktisch anspruchsvollen Partien ist es wichtig, die Übersicht über die bereits liegenden Teile zu behalten und Wahrscheinlichkeiten zu berechnen, mit der ein bestimmter Stein aus dem Nachschub nachgezogen werden kann, sowie punkteträchtige Stellen, die man nicht selber nutzen kann, zu verbauen.

via de.wikipedia.org

Das Problem ist jedoch, dass man keine langfristigen Strategien verfolgen kann. Das wäre z.B. dann möglich, wenn man aus einer vorteilhaften Situation nicht nur kurzfristig Punkte holen kann, sondern sich diese nachhaltig auf das weitere Spielgeschehen auswirken würde. Z.B. könnte jeder, der einen Qwirkle schafft, die Anzahl seiner eigenen Steine um einen erhöhen dürfen, also nach dem ersten Qwirkle mit 7 statt 6 Steinen weiterspielen usw. Er könnte dann also versuchen, seinen Vorsprung auszubauen. Es entstehen Asymmetrien im Spiel: Ein früher Quirkle ist besser als ein später, umgekehrt hat die Verhinderung eines Qwirkles am Anfang höhere Priorität, das gezielte Zurückhalten einzelner Spielsteine wäre interessanter etc. Ganz am Ende hätte dann aber derjenige, der die meisten Qwirkle und somit die meisten Steine hat, weniger Chancen, das Spiel zu beenden und den entsprechenden Bonus einzustreichen.

Wir werden das ausprobieren. Noch jemand Ideen für eine Modifikation des Spiels?

Ach ja, eines noch: Es gibt im Spiel immer wieder Stellen, an denen definitiv nicht mehr angelegt werden kann. Es würde das Denken und somit Spiel beschleunigen, würden schwarze, unbedruckte Steine mitgeliefert, die man da zur Markierung anlegen kann. Solche Steine dürften sich auch leicht selber bauen lassen.

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Generisches Maskulinum

Das generische Maskulinum ist eine grammatikalisch männliche Bezeichnung für gemischt-geschlechtliche Gruppen, und ich gebe zu, dass ich Formulierungen wie “Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!” selbst oft als etwas holpirg empfinde. Ein bisschen Befindlichkeit darf aber noch lange kein Grund für eine diskriminierende Sprachform sein. In seinem Arktiel Frauen natürlich ausgenommenschreibt Anatol Stefanowitsch, welche Gründe es für die Ablehnung der sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter gibt:

Wenn überhaupt einmal sachliche Argumente für diese Ablehnung genannt werden, dann sind das normalerweise die folgenden:

  1. Das “generische Maskulinum” sei nun einmal weit verbreitet und jeder wisse, dass Frauen hier eingeschlossen seien. Es sei deshalb albern/überflüssig/Teil eines Plans zur feministischen Weltherrschaft, auf sprachlichen Alternativen zu bestehen.
  2. Geschlechtsneutrale und geschlechtergerechte Formulierungen seien umständlich und behinderten das Leseverständnis.

Wenn diese Aussagen stimmen würden, wäre das nicht unbedingt ein Grund, auf eine sprachliche Gleichbehandlung der Geschlechter zu verzichten. Es ist auch umständlich und überflüssig, die Flagge eines Staatsgastes vor dem Reichstagsgebäude zu hissen, Menschen nett zu begrüßen und sich nach ihrem Befinden zu erkundigen oder mit Messer und Gabel zu essen. Trotzdem gelten diese Gesten als Zeichen von Respekt, Interesse und gutem Benehmen. Genauso könnte es umständlich und überflüssig sein, statt eines „generischen Maskulinums“ eine der anderen Alternativen zu verwenden — ein Zeichen für das Ziel einer allgemeinen Gleichberechtigung wäre es trotzdem.

via scilogs.de

Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen, denn er kann beide oben genannten Gründe wissenschaftlich sauber widerlegen.

Und wer danach immer noch denkt, dass das generische Maskulinum eigentlich gar nicht so diskrimierend sei und man sich doch einfach nicht so anstellen solle, dem kann ich den folgenden Screenshot aus der Sportschau vom letzten Samstag ans Herz legen:

4. Mann: Bibiana Steinhaus

Differential-Didaktik

Dieses Video braucht ziemlich lange, um die Funktionsweise eines Differentialgetriebes zu erklären (wenn du nie Lego Technic gebaut und keine Ahnung hast, was ein Differentialgetriebe ist, dann pass in den ersten Minuten gut auf!). Dafür macht es das so, dass man es wirklich auch verstehen kann. Eine Meisterleistung!

Eisfinger

via bbc.co.uk

Unglaublich schön, dieser Tod. Über Chemie und Physik hinter dem Phänomen können wir ein andermal sprechen, jetzt einfach mal nur die Bilder wirken lassen und die Natur und die Kunst bewundern.

Hintergründe zu dem Film findet man bei der BBC. Ach ja, und der Name David Attenborough war mir bis dahin nicht geläufig. Aber als ich gestern das Video meinem indischen Kollegen gezeigt habe, hat er nach 2 Sekunden “David Attenborough!” gerufen. Bildungslücke, würde ich sagen.

 

Update: Das Video auf der BBC-Seite funktioniert nicht mehr, hier sieht man es auch: