Archiv der Kategorie: Posterous

Trendtiere gestern und heute

Gewinnertiere – Verlierertiere

Vor der Anschaffung von Haustieren ist Recherche geboten – nur zu leicht sitzt man einem Trend auf, der kurzlebiger ist als der neue Freund selbst.

via riesenmaschine.de

Kathrin Passig (von der ich ein heimlicher Fan bin) schreibt bei der Riesenmaschine über Trendtiere. Das Gnu scheint ein Verlierertier zu sein, während der Biber wohl ein reines Gewinnertier ist. Das lässt sich selbst leicht mit Hilfe von Google Trends nachprüfen.

Doch Obacht: Nicht nur bei der Anschaffung von Haustieren ist Recherche geboten, sondern auch bei der sorglosen Interpretation von irgendwelchen Worthäufigkeiten Vorsicht. Trotzdem ist das ein nettes Spielzeug, dieses Google Trends. Keine Frage.

Das Pantoffeltierchen

Es handelt sich um Onto-Theologie sobald wir mit Gott umgehen wie mit einem Pantoffeltierchen unter dem Mikroskop. Sobald wir Gott zu einem Objekt machen, dass wir aus der Distanz studieren können, sobald wir Gott vor unsren Karren spannen, damit er unsere Projekte legitimiert, machen wir aus ihn einen Götzen.  Wie oft haben wir erlebt, dass Leute mit den Brustton der Überzeugung davon gesprochen haben, was Gott sagt und was er will. Wie oft wurde versucht, mit Gott eine Gesellschaftsordnung (oder auch nur eine Gemeindeordnung!) zu legitimieren.

via bunchofnerds.de

Zugegeben, es strengt mich oft etwas an, Arnes Gedanken zu lesen und auch zu verstehen. Aber es lohnt sich. Und dieser Post von ihm ist eine gute Gelegenheit, auf sein wieder zum Leben erwachtes Blog hinzuweisen. Auch wenn Depone das auch schon mit diesem Zitat getan hat ;o)

“Daten kann man nicht stehlen.”

Da Daten anders als Autos oder Handys keine Sachen sind, kann man sie nicht stehlen. Und wo es keine gestohlene Ware gibt, da gibt es auch keine Hehlerei.

via heise.de

Bankdaten aus der Schweiz sollte man kaufen, finde ich. Auch wenn der Deal etwas delikat ist, der Vorwurf der Anstiftung zur Hehlerei ist nicht so ganz aus der Luft gegriffen. Die (in Würzburg…) promovierte bayerische Justizministerin Beate Merk sieht das allerdings völlig gelassen, wie obiges Zitat zeigt. Kann das bitte mal jemand konsequent weiterdenken? Meine Phantasie reicht dazu leider nicht…

So Sachen machen

Wann hört das eigentlich auf, dass man einfach etwas macht?
Ohne Sinn, ohne Ziel, sondern schlichtweg, weil da ein Etwas ist und ein Ich und man mal probiert, was sich aus der Kombi ergeben könnte.
Sechs Minuten „Sachen machen“ hat Koki Tanaka in seinem Film „Everything is everything“ versammelt und mich beruhigt allein schon das Betrachten dieses Un-Sinns.

via spreeblick.com

Ich gebe zu, ich wollte es nicht ganz anschauen. Musste dann aber. Kann mir bitte jemand sagen, was das über mich sagt? Danke.

Das iPad ist nur eine Fernbedienung

Das iPad ist also kein Computer im Sinne einer Universalmaschine mehr, sondern eine Abspielplattform für die Inhalte der Medienkonzerne. Das iPad macht aus dem Two-Way-Web wieder eine Einbahnstraße und zwar eine, für deren Nutzung gezahlt werden muss.

Das führt letztlich zur Entmündigung der Nutzer. Der für das soziale Netzwerk Twitter arbeitende Autor und Programmierer Alex Payne, eigentlich ein Mac- Enthusiast, formuliert es drastisch: “Was mich am meisten am iPad stört, ist dies: Hätte ich als Kind anstelle eines richtigen Computers nur ein iPad gehabt, wäre ich nie ein Programmierer geworden.” Möglicherweise läutet das iPad das Ende einer “Hacker-Ära” ein und entmündigt uns mit klinisch reinen Anwendungen, die zwar praktisch sein mögen, aber jede Kreativität im Keim ersticken. Für mich jedenfalls steht fest: Ein Computer, auf dem keine einzige Programmiersprache läuft, ist kein Computer, sondern eine Fernbedienung.

via faz.net

Bitte den ganzen Artikel lesen. Danke.

Der Artikel drückt sehr gut aus, was mich neben all den technischen Unzulänglichkeiten am meisten am iPad (und ebenso am iPhone etc.) stört.

Pomplamoose

Wieder mal Musik gefunden, und das wie so vieles via Ehrensenf. Es ist der Youtube-Kanal “PomplamooseMusic” von Jack Conte und Nataly Dawn. Da findet man irgendwelche Cover-Versionen von irgendwelchen Songs und was weiß ich noch alles. Klingt jetzt langweiliger als es ist, denn die beiden punkten mit enormer Kreativität und echtem Spielwitz. Und bitte: Auf jeden Fall die beiden obigen Videos ganz ansehen und nicht nach dem ersten aufhören. Im zweiten erwartet euch eine Oma, die…

Playing For Change | Stand by Me

via playingforchange.com

Gestern bei Facebook über dieses Video gestolpert (wer war das?). Es ist nicht einfach nur ein Musikvideo, sondern dahinter steht Playing For Change. “Stand by Me” war der erste Song des Projekts. Dafür wurden an allen möglichen Ecken der Welt Musiker aufgenommen und dann zusammengeschnitten. Faszinierend, denn es sind nicht nur Profis wie Bono dabei, sondern auch Leute wie Grandpa Elliott. Lohnt sich, mal ein bisschen auf der Seite zu stöbern.