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Blog von einem dieser Daniels: Volgelstraußartiger Friedolin, der auf die Backen braucht. (Props to Felix Blume.)

Bedingungsloses Grundeinkommen II

Vor gut einem Jahr ist mir das Thema “Bedingungsloses Grundeinkommen” zum ersten Mal über den Weg gelaufen, reichlich spät, wie ich finde. Und dazu hat mich damals auch mehr die entspannte Art von Götz Werner fasziniert als das Thema an sich. Das hat sich mittlerweile geändert. Im Urlaub habe ich etwas Zeit gefunden, dieses Video hier anzusehen. Es ist lang, ziemlich lang sogar, es ist nicht sonderlich gut gemacht (um das mal vorsichtig auszudrücken), aber es auf jeden Fall des Inhalts wegen sehenswert. Gerade das Ineinandergreifen von einer radikalen Reform des Steuersystems und der Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens finde ich verblüffend. Es ist allerhöchste Zeit, wieder mutiger und radikaler zu denken.

Such dir ein ruhiges Stündchen und zieh es dir rein:

via grundeinkommen.tv

Rolling shutter

Bevor wir zur eigentlichen Attraktion dieses Posts kommen, hier zur Einstimmung ein paar Bilder:

(Galerie geht nicht mehr, daher hier lang.)

via flickr.com

Wenn du solche Bilder noch nie gesehen hast und/oder ihr Zustandekommen nicht verstehtst, solltest du dir zunächst diesen Wikipedia-Artikel zum Rolling-Shutter-Effekt zu Gemüte führen, um dann ganz entspannd das folgende Video zu genießen, bei dem jemand einfach mal seine Smartphone bei laufender Kamera in seine Gitarre gelegt und ein bisschen gespielt hat. Viel Spaß:

via spreeblick.com

Theorie der Praxisgebühr

Als einziger Pflichtversicherter der Familie musste ich vor einigen Tagen in der Notaufnahme eines Krankenhauses die Praxisgebühr entrichten. Kein Problem, ich hab mich daran gewöhnt und fand es durchaus human, dass mir das Geld erst nach Abschluss der Behandlung abgeknöpft wurde. Ich war nie ein Gegner dieser Gebühr, ihre Ziele konnte ich immer nachvollziehen:

Ziele der Praxisgebühr sind:

  • Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten für ihre Gesundheit: bei Bagatellfällen (Schramme, blauer Fleck) soll nicht gleich der Arzt aufgesucht werden.
  • Reduzierung der “Selbstüberweisungen”: die Versicherten sollen Fachärzte, mit vergleichsweise teureren Behandlungen, möglichst nur nach Überweisung durch den Hausarzt (sachverständig für eine Abgrenzung) aufsuchen.
  • Kurzfristige finanzielle Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung: das Bundesgesundheitsministerium hofft auf zusätzliche Einnahmen von 2,6 Milliarden Euro jährlich.

via de.wikipedia.org

Der dritte Punkt stört mich etwas, aber was soll’s, von nichts kommt nichts. Aber jetzt kommt’s: Um nach der Behandlung meines Bruches krankgeschrieben zu werden, schickte mich die Klinik anschließend direkt zum Hausarzt. Die Nachfrage nach meinem Status (“privat oder gesetzlich?”) lässt mich vermuten, dass das bei Privatpatienten anders läuft. Wie auch immer, wenn man krank geschrieben werden muss hat man sowieso Zeit und kann sich ruhig noch ins Wartezimmer des Hausarztes setzen, damit der dann nach einem kurzen Gespräch nochmal den Papiertiger loslässt und unter anderem die Krankmeldung ausstellt. Und für seine “Behandlung” noch mal 10€ Praxisgebühr abgreift (und weiterleitet, ich weiß). Stärkung der Eigenverantwortung der Versicherten? Reduzierung der “Selbstüberweisungen”? Als Motivation bleibt da wohl nur die “kurzfristige finanzielle Entlastung” der Krankenversicherung. Danke. Ich kann verstehen, dass Arzt, Zahnarzt und Psychotherapeut verschiedene Kategorien sind und durch die Gebühr separat “geregelt” werden wollen. Dass aber der Pflichtbesuch beim Hausarzt nach einem Besuch in einer Notaufnahme nochmal Praxisgebühr kostet ist schlicht eine Frechheit.

Browser-OS

Dass der Browser so langsam den eigentlichen Betriebssystemen den Rang abläuft weiß mittlerweile jedes Kind. Spätestens seit es den chrome web store oder die App-Tabs im Firefox gibt haben die Leute verstanden, dass ich als überzeugter Mail-Client-Benutzer zu einer aussterbenden Gattung gehöre.

Heute bin ich über zwei Meldungen gestolpert, die das dermaßen deutlich unterstreichen, dass ich doch etwas verblüfft war:

MP3-Decoder in Javascript

via golem.de

PDF-Rendering mit HTML5 und Javascript

via golem.de

Dabei erinnere ich mich noch gut an die Zeiten, in denen man Javascript schon totgesagt hatte…

Steckdose für Dummies



via yankodesign.com

Manchmal kämpfe ich wirklich mit Steckern beim Einstecken in die Steckdose. Ich drehe in alle Richtungen und werde fast wahnsinnig, weil der Stecker nicht rein will. Dieser Ansatz hier will da Abhilfe schaffe und geht in die richtige Richtung: Er ermöglicht das Einstecken des Steckers in vielen (nicht allen) Winkeln. Feine Idee soweit.

Trotzdem ist sie ausbaufähig: Steckdosen könnten darüber hinaus noch selbstzentrierend sein, sie bräuchten also in irgend einer Weise eine konische Form. Das würde den Einsteckvorgang noch deutlich optimieren!

Ich hoffe, da kommt noch mal jemand drauf, der ehrgeiziger ist als ich…

Konjunktiv III

Schade hoch III, ich hätte mir Mühe wollen gegeben haben worden sein getan:

Was man aber festhalten kann, ist, dass bestimmte Sprachwege durch Twitter definitiv nicht beschritten werden. Eine der betroffenen Weiterentwicklung der deutschen Sprache, deren Einführung bereits für den Herbst 2009 geplant war, dann aber aufgrund des enormen Twitterimpacts kurzfristig aufgegeben wurde, ist der sogenannte “Konjunktiv III“.

Kultursprachminister @Herr_Schinka erklärt die Gründe für den Rückzug:

via twitkrit.de

Schuhe binden, aber richtig

via ted.com

Bitter, wenn man erkennt, dass man bei der Erziehung der Kinder etwas fundamental falsch gemacht hat. Klar, wer von uns hat sich nicht schon einmal vertan, aber diese Sache hier ist wirklich bitter: Wir haben ihnen zwar das Schuhebinden beigebracht, leider aber falsch. Und um das wieder glattzubügeln binden wir jetzt hundertfach verschämt Doppelknoten in Fußballschuhschnürsenkel. Peinlich für uns als Mitglieder einer Zivilisation, die schon ganz andere Dinge gemeistert hat als Schuhebinden. Wobei das Problem eigentlich bekannt ist, bis zu mir ist es bisher aber nicht durchgedrungen. Bei Wikipedia findet sich ein Artikel zum Schuhebinden, der richtige Knoten heißt wohl Kreuzknoten, der falsche Altweiberknoten. Again what learned.