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Blog von einem dieser Daniels: Volgelstraußartiger Friedolin, der auf die Backen braucht. (Props to Felix Blume.)

Echte Geister

via project1231.com

Am 5. August 1993 um 12:31 Uhr wurde Jospeh Paul Jernigan wegen Mordes hingerichtet. Er erklärte sich bereit, seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen, und so wurde sein Leichnam für das Visible Human Project aufbereitet. D.h. er wurde gefroren und in dünne axiale Schnitte zerlegt, die dann fotografiert und digitalisiert wurden. (BTW: Mit MRT könnte man das auch ohne Leiche und gefrieren und so, wurde bei dem Visible Human Projekt auch gemacht.) Von Kopf bis Fuß als Film zusammengesetzt sieht das dann so aus:

via project1231.com

Spielt man diesen Film jetzt im Vollbildmodus (langsam) auf einem Bildschirm ab und schwingt diesen dann (zeitlich und räumlich) gekonnt in guter alter Lichtmalerei-Manier durch die Luft, und ist man dabei auch noch so gut wie Croix Gagnon und Frank Schott das sind, dann kann man Geisterbilder wie die oben gezeigten erzeugen.

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Aushangzettel

Keine Ahnung, wie die Dinger wirklich heißen, Aushangzettel, Abreißzettel, Abrisszettel, … Und keine Ahnung, ob das mit diesen “ss” und “ß” so richtig ist. Spielt aber auch keine Rolle. Bin in letzter Zeit auf zwei nette Sammlungen gestoßen. Bei der einen geht es um kreative Zettel, bei der anderen um kreative, aber auch sinnfreie:

Ballet-classes
Strenght-coach-needed
Together-we-get-rid-of-pounds
Haircut-ad
Piano-lessons





via thisblogrules.com

Have-you-seen-this-flier
Take-only-the-primes
Howdoyoufeeltoday
Free-stripes-of-paper




via thisblogrules.com

Gefällt mir.

Hundezwinger

Das deutsche Asylsystem ist einzigartig, wenn es um die Ausgrenzung der Betroffenen geht”, urteilt Georg Classen, Sozialrechtsexperte des Berliner Flüchtlingsrats. “Möchte man einen Schäferhund im Zwinger halten, sind acht Quadratmeter Pflicht. Für die Unterkunft eines Asylsuchenden in Berlin und Brandenburg sind sechs Quadratmeter vorgesehen. In anderen Bundesländern fehlt jegliche Vorschrift.

via taz.de

Ohne Worte.

Super 8

Lego-Gigantomanie war gestern, heute gibt es filigrane Technik (wobei die in dem anderen Video durchaus auch zu sehen war). Über Umwege bin ich auf dieses Video aufmerksam geworden:

Einfach großartig. Bester Kommentar auf der Video-Seite zu der Konstruktion:

That is incredible. You are not human.

Und nachdem es in unserer Familie auch Super 8-Filme gibt wäre ich sehr interessiert an einem Bauplan für das Teil…

Stift her!

Da sitze ich letzte Woche auf einer Konferenz und sehe um mich herum nicht nur unzählige Laptops und Smartphones, sondern eben auch eine Menge Tablets. Ich hatte meist mein Smartphone im Einsatz, nur für Ausnahmefälle auch mal mein Notebook. Und zum richtigen Mitschreiben, zum schriftlichen Denken etc. nutzte ich ein ganz klassisches Notizbuch. Also so eines mit Stift und Papier. Und ich hab niemanden gesehen, der das, was ich da tat, durch ein elektronisches Gerät ersetzen konnte. Im Netz surfen und im Programmheft blättern konnte ich auch mit meinem Smartphone, teils besser als die Leute mit den Tablets.

Heute morgen beim Duschen im Halbschlaf davon geträumt, dass ein Tablet mit zusätzlichem Stift das ideale Werkzeug für solche Einsätze wäre. Und dann entdeckte ich vorhin im Feedreader dieses (nicht mehr brandneue) Video:

via golem.de

Kontinuierlichere Ampel, in echt jetzt

Andere Länder, andere Sitten: Hier in Montreal haben die Autos vorne kein Nummernschild, dafür oft so einen seltsam-hässlichen Steinschlagschutz. Was auch auffällt ist, dass die Ampeln immer nur auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen. Bei Fußgängerampeln kennen wir das ja so, bei denen für Autos eher nicht. Apropos Ampeln: Die Fußgängerampeln weisen eine gewisse Diversität bzgl. Farben und Formen auf, die einem normliebenden Deutschen doch etwas fremd ist. Dafür warten sie mit einer Besonderheit auf:

Viel praktischer als eine Gelbphase, finde ich. Man kann sehr gut einschätzen, ob man es noch auf die andere Seite schaffen wird oder nicht.

Irgendwie ein Urthema auf diesem Kanal…

Interview Project Germany

Was ist Interview Project Germany? Eine so einfache wie geniale Idee – ein Roadtrip quer durch Deutschland – hunderte von Kilometern von Ost nach West und von Nord nach Süd. Eine Reise, die von ganz und gar zufälligen Begegnungen mit fünfzig sehr unterschiedlichen Menschen lebt. Jeder dieser Menschen hat der IPG Filmcrew eine andere Geschichte erzählt – seine eigene. Vom Lebensglück, plötzlichen Wendungen und lebenslanger Suche, vom Scheitern, Angst und Wiederaufstehen, von Sehnsucht, Liebe und Glauben. Persönlich und unerwartet, authentisch und berührend. Viele von ihnen haben ihr Leben so noch nie mit jemandem geteilt.

Das Ergebnis: ganz gewöhnliche Menschen erlauben uns ganz ungewöhnliche Einblicke.
Werdet Zeugen dieser einzigartigen Lebensgeschichten!

Das Interview Project Germany ist jetzt auch hier in der Gegend angekommen. Hier die drei interviewten Menschen aus meiner Ecke:

via interviewproject.de

P.S.: Neben den interviewten Menschen begeistert mich am meisten der grauschmalzgelockte David Lynch am Anfang jeder Episode. Finde das Kult.

Lego-Unendlichkeit

Ich bin ein Lego-Fan, keine Frage. Wir haben in den letzten Tagen versucht, ein sehr kompaktes, überschlagsfähiges Allradfahrzeug zu bauen; so richtig funktionstüchtig ist es bisher nicht… Immerhin waren sowohl Zeit als auch Material begrenzt.

Der Typ, der obige Ballmaschine gebaut hat, muss unendlich viel Zeit und unendlich viel Material zur Verfügung gehabt haben. Genau genommen war es auch nicht ein einziger Typ, sondern die Maschine ist wohl entstanden im Zusammenhang mit The Great Ball Contraption. Was auch immer das ist: Ansehen!

Wie man 2011 gratuliert

Bereits im letzten Jahr hatte ich eine Übersicht veröffentlicht, auf welchen Wegen mich Geburtstagsgrüße erreicht haben. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine solche Grafik:

Zu den Zahlen: 1% in der Grafik entspricht mehr als einer Person, aber weniger als zwei Personen. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich die Facebook- und die Twitter-Daten aufteilt, jeweils in öffentlich einsehbare (bei Facebook sind das Pinnwand-Einträge, bei Twitter @-Replies) und private (bei Twitter: Direct Messages) Nachrichten. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn bei Facebook entspricht eine Nachricht eher so etwas wie eine Mail, ein Pinnwand-Eintrag dagegen bildet eher das kurze “Alles Gute!” ab, ebenso wie ein @-Reply bei Twitter. Und das nutzen vor allem viele Leute, die sonst vermutlich keinen anderen Weg wählen und einfach gar nicht gratulieren würden. Diese Kanal eröffnet also einen völlig neuen Gratulationskanal. Die Wünsche sind selten spezifisch, oft können sie das aufgrund der nur losen Beziehung auch nicht sein, zeigen aber eine gewisse Aufmerksamkeit, die Beziehung stärkt und durchaus erfreut. Auf der anderen Seite hat die Email durch diese Kommunikationsart an Boden verloren, ein kurzer Pinnwandeintrag ist eben schneller abgesetzt als eine persönlicherer Mail.

Anrufe kommen weiterhin vor allem von Teilen der Familie und von engen Freunden. Das verschiebt sich auch nur im Notfall (Nichterreichbarkeit etc.) auf andere Kanäle. Der in diesem Jahr hohe Anteil an persönlichen Gratulanten ist der Tatsache geschuldet, dass ich sowohl auf der Arbeit als auch beim Training abends gefeiert habe. Eine sehr variable Größe also.

Was ich nicht wirklich schade finde ist, dass die SMS langsam verdrängt wird. Ich war nie ein großer SMS-Nutzer, und scheinbar muss ich es auch nicht mehr werden. Schade dagegen finde ich die wenige Geburtstagspost, denn die ist an sich ein wirkliches Highlight. Ich muss aber zugeben, dass ich selbst auch kein Brief- oder Postkartenschreiber bin…

An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön für alle Glückwünsche! Ganz egal, wie sie den Weg zu mir gefunden haben.