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Blog von einem dieser Daniels: Volgelstraußartiger Friedolin, der auf die Backen braucht. (Props to Felix Blume.)

Musik²

Zur Abwechslung mal wieder zwei Musikvideos, die es mir angetan haben. Dauerschleifengefahr!

1) kutiman bringt 23 von anderen Leuten auf Youtube eingestellte Musik-Filmchen zusammen und mischt daraus einen faszinierenden Song:

2) Kawehi mischt auch. Ihre Komponenten: Eine Loopstation (BOSS RC-300, will ich auch haben!), ein bisschen Zubehör, ein Michael Jackson-Klassiker und ihre Stimme. Großes Tennis, das so irritierend einfach aussieht:

Raspberry Pi als Backupmaschine

Raspberry Pi

Der Raspberry Pi ist eine kleine Allzweckwaffe: Ein kompletter Rechner für ca. 35€, so groß wie eine Scheckkarte und mit einer sehr geringen Leistungsaufnahme (deren Kehrseite natürlich auch eine ziemlich geringe Leistung ist). Aber für manche Anwendungsfälle ist der Raspberry Pi genau das richtige Gerät. Ich kenne einige Leute, die sich vor lauter Begeisterung einen Raspberry Pi gekauft haben und nun nicht so richtig wissen, was sie mit dem schicken Teil nun eigentlich anfangen sollen. Mein Tipp: Als Backupmaschine verwenden.

Was der Raspberry Pi bei mir alles so backupt will ich in diesem Beitrag grob skizzieren. Voraussetzung ist ein fertig installiertes Raspian oder ein vergleichbares System, Grundkenntnisse im Umgang mit Linux (z.B. der crontab), dem Raspberry Pi an sich und zumindest eine gewisse Lernbereitschaft und Offenheit gegenüber z.B. Shell- und PHP-Skripten. Ich werde keine kompletten Anleitungen schreiben, eher so eine Gedankensammlung. Es muss und soll also weiter gebastelt und gegooglet werden!

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Oto Cycles – schöne Fahrräder sind schön

Von keinem meiner Fahrräder könnte man behaupten, dass es extra schön wäre. Wobei ich mein Mountainbike schon ganz nett finde. Ganz nett ist aber weit weg von extra schön. Die Firma Oto Cycles baut stark individualisierbare, elektrische Retro-Fahrräder, die das Adjektiv “schön” wirklich verdient haben:

Details über einzelne Modelle und ihre technische Ausstattung kann man z.B. hier nachlesen. Die spielen bei dieser Ästhetik aber eine untergeordnete Rolle.

 

Vermögensverteilung: ideal vs. gedacht vs. real

Ich dachte eigentlich, dass ich das folgende Video hier schon einmal empfohlen hätte. Hab ich aber wohl nicht. Es geht darum, wie das Geld der Welt der USA

  1. idealerweise verteilt sein sollte,
  2. wie die Leute sich dagegen die reale Verteilung vorstellen und
  3. wie sie wirklich ist.

Muss man gesehen haben, um eine Ahnung davon zu bekommen, wie schief diese Welt gewickelt ist:

https://www.youtube.com/watch?v=vttbhl_kDoo

Nachtrag:

Auf Facebook hat netterweise jemand in einem Kommentar eine Grafik zur Vermögensverteilung in Deutschland gepostet, die ich hier nachreiche:

Vermögensverteilung Deutschland

Quelle: http://www.crp-infotec.de/01deu/finanzen/privat_verteilung.html

Man sieht, dass das Problem noch nicht so stark ausgeprägt ist wie in den USA, die Tendenz aber die gleiche ist. Erschreckend finde ich die dargestellte Entwicklung zwischen 2003 und 2007.

 

Die logarithmische Welt

Ich muss unbedingt ein uraltes (ok, so alt wie ich…) Video empfehlen:

Das Video fasziniert mich zum einen, weil ich es wirklich schick gemacht finde, wenn man bedenkt, mit welchen technischen (Un-)Möglichkeiten es entstanden ist. Zum anderen hat es mich an ein Web-Projekt von mir aus dem Jahr 1999 (grob geschätzt…) erinnert, in dem ich genau diese Idee umgesetzt hatte, natürlich viel, viel lausiger. Das waren so meine ersten verspielten Schritte mit Javascript damals: Ein Zoom durch die Zehnerpotenzen von der subatomaren Ebene hin bis zu den Galaxien. Leider ist das Teil nicht in der Wayback-Machine des Internet Archives zu finden, zu dem ich hier schon einmal etwas geschrieben hatte.

Meine Pebble im CT

Gewöhnlich beschäftige ich mich mit Magnetresonanztomographie (MRT), das ist so etwas wie der natürliche Feind der Computertomographie CT. Wenn man aber ehrlich ist ergänzen sich die beiden Modalitäten oft ziemlich gut. Letzte Woche hatte ich Gelegenheit, an einem sehr feinen, tragbaren CT-Scanner eingearbeitet zu werden und selbst erste Messungen zu machen. Nachdem wir unser geplantes (recht langweiliges) Kunststoffsample durchleuchtet und noch etwas Zeit hatten, waren wir auf der Suche nach einem spannenderen Untersuchungsobjekt. Zunächst wollten wir uns die analoge Armbanduhr meines Kollegen ansehen, gegen deren Metallgehäuse was das Gerät jedoch machtlos. Also musste meine Pebble herhalten. Ich hatte etwas Angst um sie, aber sie hat das schadlos überstanden. Mit einer ordentlichen Rekonstruktion der Daten werde ich mich nächste Woche auseinandersetzen, bis dahin wollte ich hier schon mal die animierten Projektionen zeigen:

Update

Hier nochmal eine Version mit einer logarithmischen Skalierung und dafür ohne Youtube-Filterung. Gefällt mir deutlich besser:

Außerdem habe ich gelernt, dass wir bei der Aufnahme so einiges hätten besser machen können. Mal sehen, vielleicht kann ich da bei Gelegenheit nochmal was nachreichen.

 

Unterstellungskaskaden

Im Zusammenhang mit dem “Gaucho-Tanz” auf der WM-Feier in Berlin habe ich eben folgendes gelesen:

„Was für eine ekelhafte Feier“, hieß es auf Twitter. Die armen unwissenden Deutschen wüssten nicht einmal, dass die Bezeichnung als „Gaucho“ keine Beleidigung für einen Argentinier sei, twitterte eine Argentinierin. „Ich hatte die Deutschen für intelligenter gehalten“, so ein anderer Tweet.

Quelle: FAZ

Ganz unabhängig von der Sache (die ich hier nicht diskutieren will) finde ich es immer wieder faszinierend, was Unterstellungen für eine wichtige Rolle in zwischenmenschlichen Beziehungen spielen. Manchmal kommt man zur eigentlichen Unterstellung auch nur über die Konstruktion umständlicher “Unterstellungskaskaden”. Die Mühe macht man sich jedoch gerne.

Eine Spielwiese für jeden (Hobby-) Psychologen.

Elfmeterschießen ist voll ungerecht!

wm2014

Die Gruppenphase der Fussballweltmeisterschaft 2014 ist Geschichte, in wenigen Minuten beginnt die KO-Runde: Wer verliert, ist raus. Das bedeutet auch, dass – anders als in der Vorrunde – bei jedem Spiel ein eindeutiger Sieger ermittelt werden muss. Steht es auch nach Verlängerung unentschieden, dann schafft ein Elfmeterschießen Abhilfe. Die Regeln dafür sind genau festgelegt und nicht allzu kompliziert. Eine ebenfalls simple Sache im Prozedere ist aber doch etwas zu simpel gelöst:

Abwechselnd schießt je ein Spieler beider Mannschaften einen Strafstoß.

via http://de.wikipedia.org/wiki/Elfmeterschießen

In der Praxis sieht das so aus, wenn die Mannschaft X gegen die Mannschaft Y antritt und Mannschaft X beginnt:

XY XY XY XY XY

Gegebenenfalls wird die Reihe weiter verlängert, bis ein eindeutiger Sieger feststeht, aber das hier ist die einfache Grundstruktur. Klingt vernünftig, jedoch zeigen statistische Untersuchungen, dass bei dieser Regelung mit einer Wahrscheinlichkeit von 60% diejenige Mannschaft gewinnt, die den ersten Elfmeter schießt, also in unserem Fall die Mannschaft X. Eine gerechte Reihenfolge dagegen wäre:

XY YX YX XY YX XY XY YX

So eine Abfolge nennt man auch Thue-Morse-Folge. Man beginnt mit XY. Danach nimmt man die bisherige Folge, invertiert sie und hängt sie wieder hinten an: YX. Und immer so weiter. Es lässt sich zeigen, dass das eine gerechte Abfolge wäre. Falls dich das genauer interessiert kann ich dir diese beiden Artikeln aus der “Math up your life!”-Reihe der Zeit empfehlen, in denen das genau erklärt wird. Kleiner Lesetipp für die Halbzeitpause:

Kaugummis: Sympathische Sucht

Extra Professional Peppermint

Ich bin kaugummisüchtig. Wirklich, ich werde ziemlich nervös, wenn ich keine Kaugummis habe. Fragt meine Freunde. In der Regel habe ich Kaugummis a) in meiner Hosentasche und b) zur Absicherung und für den Nachschub in meiner Tasche, in der ich den sonstigen Kram mit mir herumtrage. Ich finde sie blind. Und ich bin wählerisch. Ab und an nehme ich allen Mut zusammen und probiere neue Sorten aus, komme aber immer wieder auf die “Extra Professional Peppermint” zurück. Vermutlich haben sie mich mit dem clever gewählten Namen am Wickel.

Sucht ist Sucht, mit all ihren Problemen. Die Kaugummisucht aber hat auch ihre Vorteile:

Ich bin erleichtert.