Mein Schwesterchen ist für alles zu begeistern, was ihren Haushalt in irgend einer Form optimieren könnte. Manchmal sind diese DInge wirklich ziemlich praktisch und man kann viel davon lernen. Manchmal sind die Sachen aber auch ziemlich unnütz. Als sie letzte Woche irgendwo eine Methode aufgeschnappt hat, wie man Eier mit Hilfe einer leeren Plastikflasche super einfach und super schnell und super super trennen kann, da hat sie das gleich auf Facebook veröffentlicht und ich hab gleich müde abgewunken: Kenn ich schon, hab ich schon probiert, war nix, fertig. Das Verfahren sieht folgendermaßen aus:
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20 Kindergeburtstage
Wir feiern in unserer kleinen Familie heute unseren 20. Kindergeburtstag. Das kann viel bedeuten: Wir haben drei Kinder, 1, 7 und 12 Jahre alt. Oder zwei Kinder, eines schon 16, das andere wird heute 4. Oder nur ein Kind, das heute schon 20 wird.
Machen wir folgende Annahmen: Wir haben keine Mehrlinge, das Alter alle Kinder liegt immer mindestens 2 Jahren auseinander und alle geborenen Kinder leben noch. Dann stellen sich folgende Fragen:
- Wie viele Kombinationen gibt es für die Alter (sagt man das so?) unserer Kinder? Die Kinder sollen dabei vertauschbar sein, also Kind 1 ist 7 und Kind 2 13 Jahre alt ist das gleiche wie Kind 1 ist 13 und Kind 2 7 Jahre alt.
Tipp: Die Lösung hat etwas mit dem Geburtsdatum meines Vaters zu tun. Falls ich mich nicht verzählt habe. - Wie viele Kinder können wir maximal haben?
Die Summe aller natürlichen Zahlen ist negativ
Ich bin verwirrt, und wenn du 8 Minuten Zeit und ein bisschen mathematischen Sachverstand mitbringst (allerdings nicht zu viel), dann kannst du das auch gleich sein. Es geht um Folgendes:
Die Geschichte des jungen Schülers Carl Friedrich Gauß ist ziemlich bekannt, überliefert wurde sie uns von Wolfgang Sartorius von Waltershausen:
„Der junge Gauss war kaum in die Rechenclasse eingetreten, als Büttner die Summation einer arithmetischen Reihe aufgab. Die Aufgabe war indess kaum ausgesprochen als Gauss die Tafel mit den im niedern Braunschweiger Dialekt gesprochenen Worten auf den Tisch wirft: »Ligget se’.« (Da liegt sie.)“ Die genaue Aufgabenstellung ist nicht überliefert. Oft wird berichtet, dass Büttner die Schüler die Zahlen von 1 bis 100 (nach anderen Quellen von 1 bis 60) addieren ließ und Gauß feststellte, dass die erste und die letzte Zahl (1+100), die zweite und die vorletzte Zahl (2+99) usw. zusammen immer 101 ergeben. Der Wert der gesuchten Summe ergibt sich so zu 101 mal 50.
Entsprechend den damaligen Verhältnissen unterrichtete Büttner etwa 100 Schüler in einer Klasse. Damals waren auch Züchtigungen mit der sogenannten Karwatsche (Lederpeitsche) üblich. Sartorius berichtet: „Am Ende der Stunde wurden darauf die Rechentafeln umgekehrt; die von Gauss mit einer einzigen Zahl lag oben und als Büttner das Exempel prüfte, wurde das seinige zum Staunen aller Anwesenden als richtig befunden, während viele der übrigen falsch waren und alsbald mit der Karwatsche rectificirt wurden.“ Büttner erkannte bald, dass Gauß in seiner Klasse nichts mehr lernen konnte.
Das Zitat stammt aus dem Wikipedia-Artikel zur Gaußschen Summenformel, denn genau darum geht es:
$$ \sum\limits_{n=1}^k n = \frac{k(k+1)}{2}$$
Ganz offensichtlich ist das Ergebnis dieser Summe selbst wieder eine natürliche Zahl und dadurch auch positiv. Irgendwie intuitiv. Bis hierher ist meine Welt in Ordnung.
Spannend wird es, wenn wir die Summe jetzt nicht mehr nur bis k laufen lassen, sondern bis unendlich. Mathematiker behaupten folgendes:
$$\sum\limits_{n=1}^\infty n = -\frac{1}{12}$$
WeiterlesenBitte ein Bild!
Im September haben wir uns endlich einen Fernseher zugelegt. Bis dahin hatten wir lediglich eine TV-Karte am Laptop hängen. Geht auch, aber eine schönes Bild ist etwas anderes. Fernseher also. DIe Suche nach einem passenden Gerät hat sich lange gezogen, sehr lange. Wir wollten eigentlich nur ein gutes Display, Smart-TV etc. waren absolut zweitrangig. Aber es stellte sich schnell heraus, dass man – will man ein wirklich gutes Bild – nicht ohne denganzen Schnickschnack aus dem Laden geht. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Letztendlich haben wir uns für einen Philips aus der 7000er Serie entschieden.
Das könnte ein Fehler gewesen sein.
Aber soviel muss man dem Gerät erst mal lassen: Ein gutes Bild hat es, ein sehr gutes sogar. Es hat keine so überzeichneten Farben wie die Samsung-Alternativen, das Ambilight macht Spaß, das Bild ist schnell und verwischt nicht, der Blickwinkel ist ziemlich groß und 3D funktioniert bestens.
Aber es gibt einige Sachen, die sagenhaft schlecht gelöst sind. Ein paar Beispiele:
WeiterlesenOpen Müll-Data
Ende 2009 schrieb ich zum ersten Mal eine Mail an das Team Orange, dem Würzburger Kommunalunternehmen für Abfallentsorgung. Ich fragte nach, ob es nicht möglich sei, die vermutlich ohnehin digital vorliegenden Abfuhrtermine auch in digitaler Form zu veröffentlichen. Bis dahin bekam man den Abfallkalender lediglich in gedruckter Form. Weil ich ziemlich vergesslich bin habe ich mir jeden Abfuhrtermin in meinen Kalender (damals Outlook) eingetragen. Mit Erfolg, ich habe seither nie vergessen, diverse Mülltonnen rechtzeitig an die Straße zu stellen. Und das war wichtig, vor allem weil ich eine lange Zeit nicht nur für unsere eigenen Tonnen zuständig war, sondern auch gleich für die eines ganzen Mehrfamilienhauses.
Eine Reaktion auf meine Mail gab es nicht. Anfang 2012 kam dann nach zwei weiteren Anläufen meinerseits endlich Bewegung in die Sache. Mein Vorschlag an das Team Orange: Man könne doch – ganz im Sinne des Open Data-Gedankens – alle verfügbaren Abfuhrtermine in einem offenen Format (z.B. als XML) oder noch besser über eine API zur Verfügung stellen und das ganze groß bewerben, indem man einen Wettbewerb für kreative Anwendungen der Daten auslobt.
WeiterlesenVerspielte Glaubwürdigkeit
Das, was meines Erachtens in einer Demokratie überhaupt nicht geht ist eine anlasslose Überwachung. Ich weiß überhaupt nicht, wozu und warum wir das brauchen. Das ist für mich eine Einschränkung von Freiheitsgrundrechten, die einfach zu weit geht und kein Mehr an Sicherheit bringt. Auch wenn das immer wieder behauptet wird von unserer Regierung: Es ist kein einziger Terroranschlag verhindert worden durch anlasslose Massenüberwachung. Kein einziger. Gibt es nicht.
Das sagt Anke Domscheit-Berg im Bayerischen Rundfunk und erinnert mich dabei an Gerhard Polt in “Der Pazifist”:
Diese Pazifisten, die haben doch noch nie einen Krieg verhindert! Oder können Sie mir irgendeinen Krieg nennen, den wo die verhindert hätten?
Ich freue mich über das Engagement von Anke Domscheit-Berg, verstehe ihre Empörung und auch ihren Frust. Nur am Ende dieses Zitats blitzt dieser Naivität (oder ist es Arroganz?) auf, die mich immer wieder bei den verschiedensten Leuten verblüfft: Warum glaubt Anke Domscheit-Berg, das zu wissen? Glauben wir wirklich, durch Edward Snowden jetzt umfassend über die Hintergründe des Weltgeschehens informiert zu sein? Glauben wir wirklich, dass manche Politiker so dämlich sind, wie sie sich geben? Glauben wir wirklich, dass Geheimdienste einfach nur böse sind?
Das Problem an der Sache ist, dass man mit dieser Haltung Glaubwürdigkeit verspielt. Schade.
Klavierklangteppiche
Auf welchem Level ist denn Nils Frahm (Soundcloud) gerade, bitte?
Das fragte gestern Johannes Kleske, rhetorisch natürlich. Da frage ich gleich mit. Kopfhörer auf, Vollbild an und 15 Minuten abtauchen:
How does he bike with balls that big?
Als Mountainbiker kennt man dieses Gefühl: Nach dem Ritt nach unten steht man voll Adrenalin da, schaut zurück und so langsam dämmert es einem, dass man diesen Berg eigentlich nicht so runterballern wollte. Vermutlich ging es dem Mountainbike-Profi Kelly McGarry nicht so, als er sich das Video seiner Helmkamera später angesehen hat. Ich befürchte, er wollte das genau so fahren, incl. des Backflips über eine 21m breite Schlucht. Irgendwer schrieb mal zu einem anderen kranken Downhill-Video:
How does he bike with balls that big?
Das gilt hier auch:
Immer online mit AT&T?
Vor einigen Wochen war ich für eine Woche in Kalifornien unterwegs. Musste mobil erreichbar sein und brauchte darüber hinaus vor allem für Navigationszwecke ein bisschen mobiles Internet. Im dritten AT&T-Shop wurde mir dann auch schon geholfen und für $30 eine Prepaid-Karte verkauft, die unter anderem ganze 50MB Datenvolumen beinhaltete. Sollte für diese Zeit und für diesen Zweck locker reichen, wenn man das mobile Internet nur dann anschaltet, wenn man es braucht. So der Plan.
AT&T hat aber offenbar andere Pläne. Nach Einlegen und Aktivieren der SIM-Karte war es mir mit meinem Nexus 4 nicht mehr möglich, irgend eine Datenverbindung abzuschalten. WLAN deaktivieren: Ging nicht. Mobiles Internet deaktivieren: Ging nicht. Flugmodus aktivieren: Ging nicht. Egal, was ich schaltete, nach ein paar Sekunden hat es sich wieder umgestellt. So kommt man mit 50MB natürlich nicht weit.
Lösung: In den Einstellungen für den Mobilfunk die Limitierung des Datenverbrauchs aktivieren und das Limit unterhalb des aktuellen Verbrauchs schieben (siehe Bsp. im Screenshot). Dann ist zwar alles aktiv, aber Android verhindert trotzdem, dass vom Datenvolumen genuckelt wird.
Bei der ganzen Sache habe ich noch was nettes gelernt: Man kann mit Google Maps ziemlich gut offline navigieren. Daten an, Navigation berechnen lassen, Daten aus und losfahren. Klappt erstaunlich gut, auch wenn man sich mal etwas verfährt. Vermutlich geht das nur, wenn man sich vorher die Karten offline speichert. Aber das empfiehlt sich für einen solchen Fall sowieso.
Die Mondverschwörung

Sie: “Wenn also hier ein energetisches Netzgitter aufgebaut ist mit Plutonium, alle Leute verchipt sind, die Chemtrails dazwischen, auch wieder mit Plutonium, mit Mikrochips abgefüllt, dann drehen die den Schalter, und dann werden wir umgepolt, wir können uns da nicht mal mehr dagegen wehren!”
Er: “Ich bin fassungslos.”
“Einfach ausgedrückt: Wir haben vor uns ja ein multi-plus-minus-unendliches Makro-Multiversum. Es ist unbegreiflich. Aber unendlich. Aber – und jetzt kommt es – andereseits auch ein Multi-Mikroversum.”
Zwei repräsentative Zitate aus dem schon etwas älteren, von mir aber erst kürzlich (endlich) gesehen Film Die Mondverschwörung. Ein schräger “Dokumentarfilm” über eine krude Mischung zwischen Esoterik und Rechtsextremismus, offengelegt von einem an sich schon sehenswerten Reporter mit amerikanischem Slang, dessen größte Leistung es ist, nie laut loszulachen.
Kleiner Einblick:
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