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Blog von einem dieser Daniels: Volgelstraußartiger Friedolin, der auf die Backen braucht. (Props to Felix Blume.)

Die Wahl zwischen Kasperl und Seppl

Anlässlich der heuten Landtagswahl hier in Bayern und der anstehenden Bundestagswahl in einer Woche will ich hier mal für einen Künstler werben, der es wert ist, beworben zu werden: TEX. (Webseite, Blog, Twitter, Facebook, Wikipedia, Musiker-Steckbrief bei TV Noir).

TEX ist als Initiator und Moderator der unvergleichlichen Musikshow TV Noir auf meinem Radar erschienen. Dass er auch selbst Musik macht wusste ich, konnte mit seinen Songs lange aber nicht besonders viel anfangen. Das hat sich schlagartig geändert, als ich ihn bei einem Konzert im Cairo erlebte. Gepackt haben mich vor allem seine TEX-te (haha).

Genug der Vorrede, eigentlich wollte ich doch nur einen TEX-Song zur Wahl vorstellen. Titel: “Sie haben die Wahl” (Lyrics). Der Song hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Spiel aber bei TEX keine Rolle, denn alle seine Songs sind eher neuere Songs, er schreibt (laut eigenen Aussagen) extrem langsam. Jetzt aber:

Es gibt auch eine musikalisch abgespeckte Live-Version aus der TV Noir-Show

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Dezenter Schalthinweis

Mich nerven bei einigen Autos diese aufdringlichen Hinweise im Display, die mich noch im untertourigen Bereich durch Erzeugung eines schlechten Gewissens zum Schalten bewegen wollen. Nicht, dass ich den Hinweis an sich nicht sinnvoll finden würde, aber ich fühle mich belästigt und abgelenkt, wenn da ständig eine Art Warnhinweis außerhalb meines eigentlichen Sichtfeldes nach Aufmerksamkeit verlangt.

Im folgenden Video wird ein Prototyp eines Schaltknopfes gezeigt, der diesen Schalthinweis haptisch übermittelt, indem der Schaltknopf im richtigen Moment vibriert. Realisiert wird das mit einer offenen Plattform, die bei Ford genutzt werden kann: OpenXC

Der Schaltknopf an sich wurde übrigens mit einem 3D-Drucker erzeugt.

Analoge Lücke

Über Sinn und Unsinn von DRM kann man sich lange Abende streiten. Mancher ist damit schon gescheitert, aber an vielen Stellen ist DRM immer noch Standard. Ich war letztes Jahr sehr nah dran, mir einen Kindle zu kaufen, aber letztendlich hat mich das ziemlich geschlossene und geschützte System dann doch davon abgehalten.

Allerdings gibt es bei geschützten Inhalten immer eine Option, die Daten von ihrem Kopierschutz zu befreien: Die analoge Lücke. Ein Musikstück kann noch so gut geschützt sein, ich kann immer ein Mikro an den Lautsprecher stellen und mitschneiden. Oder einen DRM-geschützen Film mit der Kamera abfilmen. Oder ein DRM-geschütztes eBook abtippen. Peter Purgathofer (@peterpur), hat dieses Abtippten von eBooks jetzt etwas professionalisiert, nur zu Demonstrationszwecken versteht sich.
Dazu hat er seinen Kindle vor die Webcam seines Rechners gesetzt und einen kleinen Lego-Mindstorms-Roboter gebaut, der nichts anderes macht, als bei seinem Kindle zunächst eine Seite weiter zu blättern und anschließend am Rechner eine Taste zu drücken, um einen Screenshot zu erstellen, aus dem dann mit Hilfe einer OCR-Software der Text extrahiert wird. Ein sehr nettes Beispiel zur Demonstration der analogen Lücke wie ich finde:

Pebble vs. Galaxy Gear

Keine Frage, die Zeit der Smartwatch ist gekommen. Ich bin seit April stolzer Besitzer und Nutzer eine Pebble, einer Smartwatch, die über Kickstarter finanziert wurde und das bis dahin erfolgreichste Projekt auf Kickstarter war. In 37 Tagen hat man dort 10 Millionen US-Doller gesammelt, angepeilt waren anfangs 100.000 US-Dollar. Man stand daher letztes Jahr vor der Aufgabe, statt ein paar hundert fast 70.000 Uhren produzieren zu müssen. Klar, dass das ein anderes Spiel ist und sich die Organisation der Massenproduktion ziemlich in die Länge gezogen hat.

Weniger verständlich ist aber, dass Pebble es bis heute nicht geschafft hat, die Uhren zuverlässig nach Deutschland zu liefert. Man hat die Uhren in fast 200 Länder ausgeliefert, nur in Deutschland hat man massive Probleme mit dem Zoll. Wie meine Uhr da durch die Maschen gerutscht ist bleibt ein Geheimnis, ich muss das aber auch nicht verstehen. Pebble geht das Problem gerade irgendwie ziemlich undurchsichtig an, gute Informationspolitik ist nicht gerade ihre Stärke… Sehr ärgerlich und für mich unverständlich, warum man das nicht schneller auf die Reihe bekommt.

Auf der IFA in Berlin hat Samsung nun als erster großer Hersteller (stimmt nicht ganz, Sony hatte auch schon mal eine präsentiert) seine Interpretation einer Smartwatch vorgestellt, die Galaxy Gear. Hier mal die in meinen Augen zentralen Punkte, warum ich das Konzept der Pebble dem der Galaxy Gear für überlegen halte:

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Zum Raumbedarf des gemeinen Fahrradhelms

In den letzten Wochen mussten wir leider unser altes Auto verabschieden und haben nun beim neueren deutlich weniger Platz. Für die meisten Menschen wäre das Raumangebot unseres jetzigen Fahrzeugs immer noch großzügig, für uns ist es hier und da (noch?) gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich beim Beladen des Autos für ein paar Tage Urlaub bei den Eltern am Ende darüber Gedanken macht, wohin man jetzt die Fahrradhelme noch packen soll, dann sagt das schon alles.

Vielleicht sagt das aber auch etwas für den Raumbedarf von Fahrradhelmen an sich. Ich bin schwer dafür, Fahrradhelme zu tragen, die Studien zum Thema Fahrradsicherheit mit/ohne Helm mögen soziologisch interessant sein, aber ein Unfall wird mit Helm wohl selten schlimmer ausgehen als ohne, da muss man nicht groß diskutieren. Aber Fahrradhelme sind in vielen Situationen einfach ziemlich hinderlich, weil sie in Taschen, Rucksäcken, Koffern oder eben auch Autos ziemlich viel Raum einnehmen. Was liegt da näher, als einen Helm zu konzipieren, der sich irgendwie verkleinern lässt?

Der Designer Michael Rose hat vor einiger Zeit einen solchen Helm vorgestellt. Es ist nicht das erste Konzept eines faltbaren Fahrradhelms (andere: hier, hier, hier oder auch hier), aber in meinen Augen das bisher überzeugendste:

Faltbarer Fahrradhelm
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Das Internet-Archive

Leute, die im großen Stil Daten aus dem Internet ziehen, durchsuchen und gar noch archivieren haben im Moment wenig Freunde. Allerdings gibt es diese Sorte Menschen auch in gut, zu ihnen gehören Betreiber des Internet Archive:

Das Internet Archive in San Francisco ist ein gemeinnütziges Projekt, das 1996 von Brewster Kahle gegründet wurde. Es hat sich die Langzeitarchivierung digitaler Daten in frei zugänglicher Form zur Aufgabe gemacht.

Es speichert Momentaufnahmen von Webseiten, Usenet-Beiträgen, Filmen, Fernsehen, Tonaufnahmen (einschließlich von Live-Konzerten), Büchern und Software. Ein Spiegelserver der Daten von San Francisco befindet sich in der Bibliotheca Alexandrina. Im Oktober 2012 erreichte die Sammlung eine Größe von 10 Petabyte.

Quelle: Wikipedia

Der große Unterschied zu dem, was Geheimdienste so treiben ist der, dass das Internet Archive natürlich nur offen zugängliche Quellen archiviert. Es lohnt sich, das folgende 13-minütige Video einmal anzusehen, um einen Eindruck davon zu bekommen, was diese Leute leisten und wie wichtig ihre Arbeit ist:

Ich finde es auch extrem spannend, selbst mal in der Wayback-Machine zu blättern und sich vielleicht die eine oder andere Webseite anzusehen, die man selbst schon auf den Weg geschickt und längst wieder eingestampft hat: http://archive.org/web/web.php

Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.

Ziemlich gut gemachtes Video, welches unter anderem erklärt, warum der Satz

Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.

ein Irrtum ist. Falls du diesen Satz nach dem Video immer noch für richtig hältst kannst du mir ja gerne vertraulich die Zugangsdaten zu deinem Mailaccount überlassen. Oder – falls du wirklich gar nichts zu verbergen hast – sie hier in den Kommentaren posten. Danke!

RSS-Feeds in Feedly abonnieren (Chrome)

Irgendwann im Laufe dieses Tages wird der gute alte Google Reader abgeschaltet werden. Ich werde ihn schon etwas vermissen, denn er war seit Jahren eines meiner wichtigsten Tools, um mich über die verschiedensten Themen auf dem Laufenden zu halten. Nun gut, die Entscheidung von Google hat auch einen positiven Nebeneffekt: Das Thema RSS – von einigen lange totgesagt – wird wieder etwas belebt. Neue Reader sprießen aus dem Boden, die neue Konkurrenz belebt das Geschäft, Handling und Design eines RSS-Readers werden hier und da neu überdacht und neu erfunden. Ich habe mich – wie vermutlich ein Großteil der Umsteiger – erst mal für Feedly als Nachfolger für den Google Reader entschieden. Mit scheint das einfach die solideste und umtriebigste Alternative zu sein. Man hat dort in den letzten Wochen mächtig Gas gegeben: Der Umstieg vom Google Reader ist ein Kinderspiel, der Reader wurde an die Gewohnheiten der Google-Reader-User angepasst, man hat die Browser-Erweiterung für die Nutzung des webbasierten Readers obsolet gemacht und vieles mehr.

Ganz praktisch hab ich mich vorhin aber gefragt, wie ich denn nun in Chrome einen neuen Feed zu Feedly hinzufügen kann. Klar kann man händisch die Feed-Adresse herausfinden und bei Feedly hinzufügen. Auf Dauer finde ich aber diese Weg praktischer:

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Flupp, flupp, flupp

Es gibt ja durchaus Konzepte für Reifen, die nicht mehr platt werden können. Aber auch am klassischen Platten-Problem wird fleißig weiter gearbeitet. Durchaus mit Erfolg, wie im folgenden Video zu sehen ist. Aber Achtung, das Video ist nichts für dich, wenn du kein Fahrradblut sehen kannst. Wenn du kein echtes Blut sehen kannst kannst du es aber sehen, auch wenn es zwischendurch anders aussieht. Ansehen!

100 Jahre Haie

2016 wird BMW 100 Jahre alt werden. Der Designer Dejan Hristov hat zu diesem Anlass einen BMW skizziert, mit dem er die wichtigsten Designelemente dieser langen Geschichte herausgearbeitet hat. In vielen BMW-Modellen glaube ich, Ähnlichkeiten zu Haien zu entdecken. Damit habe ich immer meine BMW-Affinität erklärt: Je mehr Hai, desto stärker hat mich ein Modell angesprochen. Ich mag Hai einfach. Anderen scheint das auch so zu gehen, denn die Skizzen von Dejan Hristov könnten haiiger kaum aussehen. Gefällt mir!

via Yanko Design

PS (haha): Haie haben zwar Nieren, aber nicht im Gesicht. Irgendwer bei BMW muss sich da vertan haben.